POLITIK
Kritik kommt von der CDU

Hunsrückquerbahn soll erstmal bis Simmern reaktiviert werden

Hunsrückquerbahn Bahnhof Simmern
Foto: Dirk Eikhorst Die ehemalige Bahnhofsanlage in Simmern

Mit dem Wechsel der Zuständigkeit vom Wirtschaftsministerium ins Mobilitätsministerium kam neuer Schwung in die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn. Statt der „Bahn zum Hahn“ soll die Wiederaufnahme des Personenverkehrs jetzt unter der Prämisse einer „regionalen Erschließungsachse“ erfolgen.

Im Ausschuss für Klima, Energie und Mobilität hat Ministerin Anne Spiegel (Grüne) jetzt über Planungen berichtet, die Reaktivierung der Hunsrückquerbahn in Abschnitten erfolgen zu lassen – beispielsweise in einem ersten Schritt bis nach Simmern. Kritik kommt von der CDU, die befürchtet, dass die restliche Strecke bis zum Flughafen Hahn dann nicht wieder aufgenommen wird.


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Ministerin Spiegel führte in der Ausschusssitzung aus, dass die Landesregierung das Vorhaben weiter vorantreiben und das Planfeststellungsverfahren abschließen werde. Wegen der Prüfung der abschnittsweisen Reaktivierung werde das Betriebsprogramm überarbeitet und „stärker auf eine regionale Erschließungsfunktion hin ausgerichtet“.

Hintergrund

Tobias Vogt, CDU-Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis und Mitglied des Ausschusses, wurde auf seine Nachfrage, warum bei Simmern ein Schnitt gemacht werde, von einem Abteilungsleiter erklärt: „Simmern sei zunächst ausgewählt worden, weil es sich um eine Kreisstadt handele und die Lage des Bahnhofs günstig sei. Die Nachfrage sei erwartungsgemäß höher als beim Flughafen Frankfurt-Hahn, der sich momentan in einer schwierigen Lage befinde.“

„Eine Anbindung der Kirchberger Region und des Flughafens Hahn würde damit im ersten Schritt vorerst nicht mitgeplant. Große Teile des Hunsrücks werden damit nicht angebunden. Wenn man sich die Planungen der Landesregierung der letzten Jahrzehnte ansieht, ist zu befürchten, dass es dann auch nicht mehr zu einer weiteren Planung und Reaktivierung kommt“, kritisierte Karina Wächter, die als CDU-Abgeordnete die Kirchberger Region im Landtag vertritt. Tobias Vogt ergänzte mit Blick auf die Entwicklung des Flughafens Hahn: „Wenn der Hahn nochmal einen Schub bekommen soll, braucht er auch die Hunsrückbahn.“

Die grüne Mobilitätsministerin betonte in der Ausschusssitzung noch einmal, dass nach dem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens die Antriebsform auf der Hunsrückquerbahn nochmals auf den Prüfstand kommen solle. Vor dem Hintergrund der im Koalitionsvertrag angestrebten Klimaneutralität komme nur eine Elektrifizierung infrage, was aber auch den Betrieb mit Batteriehybridfahrzeugen beinhalte.

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