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Bald von Anlagen umzingelt?

Todenrother Bürgermeister startet Petition gegen Windräder

Carsten Neuls Orstbürgermeister Todenroth
Foto: Dirk Eikhorst Carsten Neuls ist der Ortsbürgermeister von Todenroth

„Wir erinnern nochmal an Ihre Aussage, sehr geehrter Herr Dr. Bröhr, von 2015: ‚Es kommt der Tag, da muss man zusammen den Mund aufmachen und sagen es reicht!‘ Gemeinsam mit Ihnen hat die Schutzgemeinschaft Hunsrück/Soonwald damals innerhalb von 14 Tagen in einer Postkartenaktion 10 000 Unterschriften gesammelt, gegen die Absicht der Planungsgemeinschaft weitere 150 Windräder zusätzlich zu errichten.“

Nördlich der kleinen Hunsrück-Gemeinde Todenroth sollen drei neue Windräder gebaut werden. Dann wäre der Ort umzingelt von diesen Anlagen. Die Gemeinde hat schon eine negative Stellungnahme im Genehmigungsverfahren abgegeben – jetzt will Ortsbürgermeister Carsten Neuls mit einer Petition weiteren Druck aufbauen.

Carsten Neuls hofft, dass er mit einer Vielzahl von Unterstützern – angestrebt sind 1000 Unterschriften unter der Petiton – im Rücken, ein Gesprächstermin mit Landrat Dr. Marlon Bröhr bekommt und ihn davon überzeugen kann, keine weiteren Windräder in der Nähe des Ortes zu genehmigen. „Nutzen Sie ihren Ermessensspielraum, in Ihrer Verantwortung für die Bürger vor weiteren Unzumutbarkeiten“, schreibt er.


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Spargel am Tag, Blinklichtfestival in der Nacht und das ständige „Wusch“: Neuls erklärt, dass die Todenrother und die umgebenden Dörfer nicht grundsätzlich gegen Windräder seien, „jedoch denken wir, dass unsere Umgebung, die Verbandsgemeinde Kirchberg und auch der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Schuldigkeit getan hat. Die Vorgaben der Energiewende werden auf dem Hunsrück um ein Vielfaches übertroffen“.

Die Begründung der Petition: „Nur gemeinsam können wir als Hunsrücker verhindern, dass unsere schöne Heimat weiter durch den Bau von Windparks verschandelt wird, die Lebensqualität in den Dörfern weiter sinkt und gesundheitliche Schäden bei den Bewohnern auftreten.“

Der Ortsbürgermeister von Todenroth schreibt auch von dem Gefühl, dass die von der Bauaufsicht geforderten Gutachten so lange um- und schöngerechnet würden, bis eine Genehmigung möglich sei. Die drei geplanten Windräder jedenfalls sollen punktgenau auf dem Mindestabstand zur Gemeinde gebaut werden.

Auf negative Stellungnahmen der Gemeinderäte Todenroth und Kappel sowie der Verbandsgemeinde Kirchberg und Beschwerden einzelner Bürger habe die zuständige Kreisverwaltung bislang nicht reagiert.

Jetzt erhofft sich Neuls ein klärendes Gespräch mit dem Landrat. Dazu ist sicher keine Petition nötig und das definierte Ziel von 1000 Unterschriften unerheblich, aber Neuls kann seiner Position somit sicher mehr Gewicht verleihen.

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