Inmitten der eskalierenden Spannungen in Westasien haben iranische Staatsmedien Filmmaterial veröffentlicht, das angeblich einen riesigen unterirdischen Waffenkomplex zeigt, der mit Marinedrohnen, Anti-Schiffs-Raketen und Seeminen bestückt ist.
Das Material zeigt lange Tunnel in einer der „Raketenstädte“ des Iran sowie Bilder von abgeschossenen Waffen und Selbstmorddrohnenbooten, die nach Angaben des Militärs eingesetzt werden könnten, um die Durchfahrt durch die Straße von Hormus einzuschränken. Dies geschieht zu einer Zeit, in der in der Region immer mehr Angriffe auf Schiffe gemeldet werden.
Die im Video gezeigten Marinedrohnen sollen bereits zwei Öltanker im Golf angegriffen haben, als diese versuchten, die enge Engstelle der Straße von Hormus zu passieren. Diese kleinen Boote fahren entweder auf oder knapp unter der Wasseroberfläche. Sie führen Sprengstoffe mit sich, die beim Aufprall explodieren sollen.
Die Entwicklung spiegelt den erfolgreichen Einsatz ähnlicher Schiffe durch die Ukraine gegen russische Streitkräfte und durch vom Iran unterstützte Houthi-Kämpfer gegen Schiffe im Roten Meer wider.
Unterirdische Raketenstädte
Die unter Bergen verborgenen „Raketenstädte“ des Iran bilden das Rückgrat seiner militärischen Abschreckungsstrategie. Die vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) errichteten und betriebenen Geheimkomplexe dienen der Lagerung, dem Schutz und dem Abschuss von Raketen und schützen sie gleichzeitig vor Überwachung und Luftangriffen.
Anfang Januar hatte der Iran eines seiner unterirdischen Raketenlager enthüllt. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur wurde ein Teil der iranischen Operationen gegen Israel im vergangenen Jahr über diese unterirdische Raketenbasis durchgeführt.
Allerdings deutet ein Bericht darauf hin, dass diese unterirdischen Städte, die das Raketenarsenal des Landes vor Feinden schützen sollen, jetzt im Konflikt mit den USA und Israel zu Irans größter Schwachstelle werden.
Das US-amerikanische und das israelische Militär führen kontinuierlich Angriffe in der Nähe der Eingänge dieser unterirdischen Höhlen durch. Während diese Stützpunkte dazu gedacht waren, Raketen vor Luftangriffen zu schützen, erleichtern ihre festen Standorte, die den USA und Israel bekannt sind, die Überwachung und das Anvisieren.
