Romana Didulo, die selbsternannte „Königin von Kanada“, muss sich in Saskatchewan einer vorläufigen Anhörung stellen, nachdem ihr Erscheinen vor Gericht verschoben wurde, wodurch sich die Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Anklagen im Zusammenhang mit einer Polizeirazzia auf dem ländlichen Gelände ihrer Gruppe verlängern.
Didulo, der behauptet, eine Randbewegung namens „Königreich Kanada“ anzuführen, wird wegen Nichteinhaltung einer Verpflichtung und Einschüchterung eines Justizteilnehmers angeklagt. Diese Anklage wurde im September 2025 erhoben, nachdem die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) eine Razzia in einer ehemaligen Schule in Richmound durchgeführt hatte, einem Dorf im Südwesten von Saskatchewan, in dem Didulo und ihre Anhänger gelebt hatten.
Die vorläufige Anhörung sollte ursprünglich Anfang März 2026 beginnen, wurde nun aber auf April verschoben. Zu der Verzögerung kam es, nachdem ein wichtiger Staatsanwalt der Krone, der an dem Fall beteiligt war, in eine Richterposition berufen wurde, was eine Neuzuweisung der Akte erforderlich machte.
Vorwürfe im Zusammenhang mit Polizeirazzien und mutmaßlichen Verstößen
Der Fall geht auf einen groß angelegten Polizeieinsatz im September 2025 zurück, als RCMP-Beamte einen Haftbefehl auf dem Grundstück Richmound vollstreckten und Didulo zusammen mit 15 anderen festnahmen. Die Behörden sagten, die Razzia sei Teil einer Untersuchung mutmaßlicher krimineller Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Gelände und seinen Bewohnern.
Didulo wurde später angeklagt, weil er angeblich gegen gerichtliche Auflagen verstoßen und versucht hatte, Personen zu kontaktieren, die mit einer früheren Untersuchung in Verbindung standen. Diese Handlungen bilden die Grundlage für die Einschüchterungs- und Pflichtverletzungsvorwürfe.
Sie hat sich dafür entschieden, vor einer Jury verhandelt zu werden, was bedeutet, dass in der Vorverhandlung entschieden wird, ob die Staatsanwälte über genügend Beweise verfügen, um den Fall vor Gericht zu stellen.
Gerichtsverfahren und Spannungen im Gerichtssaal
Didulo hat sich selbst vor Gericht vertreten und zuvor einen Rechtsbeistand abgelehnt und darauf bestanden, dass sie das gesetzliche Recht nicht anerkenne und stattdessen dem folge, was sie „Naturrecht“ nennt. Richter haben sie vor den Risiken einer Selbstvertretung gewarnt, sie hat jedoch weiterhin den Rechtsweg angefochten.
Unterdessen müssen sich Ricky Manz, der Besitzer der ehemaligen Schule, in der die Gruppe wohnte, ähnlichen Anklagen im Zusammenhang mit denselben Ermittlungen sowie weiteren Vorwürfen wie Körperverletzung und Widerstand gegen die Festnahme stellen.
Was passiert als nächstes?
Es wird erwartet, dass Didulo vor Beginn der Vorverhandlung zu weiteren Vorgesprächen vor Gericht zurückkehrt. In diesem Verfahren wird festgestellt, ob genügend Beweise vorliegen, um ein umfassendes Strafverfahren einzuleiten.
Der Fall hat in ganz Kanada große Aufmerksamkeit erregt, nicht nur wegen der ungewöhnlichen Behauptungen von Didulo, sondern auch wegen der wachsenden Besorgnis unter Anwohnern und Behörden über die Aktivitäten und den Einfluss der Gruppe im ländlichen Saskatchewan.
