Eine Reihe tödlicher Explosionen ereignete sich am frühen Sonntagmorgen in Lemberg in der Westukraine. Die Behörden stuften den Vorfall als Terroranschlag ein. Zu den Explosionen kam es, nachdem die Polizei auf einen Notruf wegen eines Einbruchs in ein Geschäft in der Nähe des Stadtzentrums reagiert hatte. Eine Explosion ereignete sich kurz nach dem Eintreffen der Beamten, gefolgt von einer zweiten, als zusätzliches Personal am Tatort eintraf.
Polizistin getötet, Dutzende verletzt
Bei dem Angriff wurde eine 23-jährige Polizistin, Viktoria Shpylka, getötet. Etwa zwei Dutzend Menschen, darunter Polizisten und Zivilisten, wurden verletzt. Ein Streifenwagen und ein Zivilfahrzeug seien ebenfalls beschädigt worden, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit und fügte hinzu, dass eine Untersuchung zu einem „terroristischen Akt mit schwerwiegenden Folgen“ eingeleitet worden sei.
Verdächtiger festgenommen, Ermittlungen laufen
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, ein Verdächtiger, der mit den Explosionen in Zusammenhang steht, sei festgenommen worden, während die Behörden ihre Bemühungen fortsetzten, die Umstände zu klären und die Verantwortlichen zu identifizieren. Der Lemberger Bürgermeister Andriy Sadovy bezeichnete den Vorfall als „einen Terrorakt“ und drückte der Familie des Opfers sein Beileid aus.
In der gesamten Ukraine wurden Streiks gemeldet
Der Angriff erfolgt trotz Lembergs Ruf als relativ sicherer Zufluchtsort fernab der Frontkampfgebiete. Ukrainische Beamte berichteten außerdem von verstärkten Luftangriffen Russlands in den letzten Tagen, bei denen Raketen und Drohnen auf Infrastruktur in mehreren Städten zielten, darunter Kiew, Sumy und Odessa. In Kiew wurde Berichten zufolge mindestens eine Person getötet.
Zivile Infrastruktur betroffen
Zu den Standorten, die bei einzelnen Angriffen getroffen wurden, gehörte eine Anlage von Mondelez in der Nordukraine, was die zunehmenden Auswirkungen des Konflikts auf die zivile Infrastruktur und Wirtschaftsgüter verdeutlicht.
