Hindus und Juden in den Vereinigten Staaten haben mit größerer Wahrscheinlichkeit einen vierjährigen Hochschulabschluss als Amerikaner anderer Religionsgemeinschaften, wie eine neue Analyse des Pew Research Center ergab. Das Gremium untersuchte den Bildungsstand der großen Glaubensgemeinschaften Amerikas und stellte fest, dass Hindus die Religionsgruppe mit dem höchsten Bildungsniveau im Land sind, gefolgt von Juden.
Die Ergebnisse waren Teil der Religious Landscape Study (RLS) 2023–24, in der festgestellt wurde, dass sieben von zehn Hindus (70 Prozent) und 65 Prozent der Juden einen Bachelor-Abschluss oder eine höhere Ausbildung haben. Dies steht im Vergleich zu 35 Prozent aller amerikanischen Erwachsenen. Es ist wichtig anzumerken, dass die in Washington ansässige Denkfabrik dafür bekannt ist, die umfassendsten Umfragen zu Religion und öffentlichem Leben in den Vereinigten Staaten durchzuführen.
Zu den anderen Religionsgruppen, die ein überdurchschnittlich hohes Bildungsniveau aufweisen, gehören Muslime, Buddhisten und orthodoxe Christen, wobei jeweils mehr als vier von zehn Erwachsenen mindestens einen Bachelor-Abschluss besitzen. Auch bei den überwiegend protestantischen Christen war die Zahl überdurchschnittlich hoch.
Katholiken verzeichnen einen niedrigen Durchschnitt
Im Gegensatz dazu sei der Anteil der Hochschulabsolventen unter evangelischen Protestanten, Katholiken und Mitgliedern historisch schwarzer protestantischer Kirchen niedriger als der Landesdurchschnitt, heißt es in der Studie.
Laut Pew Research verfügen in der gesamten erwachsenen amerikanischen Bevölkerung etwa vier von zehn Personen über einen Bachelor-Abschluss oder einen höheren Abschluss. Dies unterstreicht die großen Bildungsunterschiede zwischen religiösen Gruppen.
In dem Bericht wurde erwähnt, dass Einwanderung und demografische Muster zur Erklärung dieser Unterschiede beitragen, insbesondere zwischen Hindus, Muslimen und Buddhisten, von denen viele über eine Hochschulausbildung oder den Weg der Facharbeiter in die USA kamen.
Das Zentrum befragte insgesamt 36.908 Teilnehmer der Religious Landscape Study unter Erwachsenen in den USA, die zwischen dem 17. Juli 2023 und dem 4. März 2024 durchgeführt wurde.
Indiens Rolle und die Brain-Drain-Debatte
Es ist wichtig anzumerken, dass die Mehrheit der Hindus in den USA indischer Herkunft ist. Dies spiegelt also auch wider, dass Inder zu den am besten ausgebildeten in den Vereinigten Staaten gehören.
Die Faktoren, die zu dieser Zahl beitragen, sind, dass Inder eine qualifizierte Migration in die USA betreiben. Dies spiegelt sich auch in den H-1B-Visamustern wider, da Inder die größten Nutznießer des Visums sind. Auch Inder leisten einen wesentlichen Beitrag zum amerikanischen Technologiezentrum.
Dies bestärkt das Narrativ der Wissensmigration – der Einfluss der indischen Diaspora auf US-Technologie, Wissenschaft und Gesundheitswesen nimmt weiter zu. Dies wirft auch die Frage auf: Hat der indische Markt Schwierigkeiten, seine Talente zu halten?
