Inmitten einer Flut bizarrer Social-Media-Gerüchte, die den Gesundheitszustand und Aufenthaltsort des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu in Frage stellen, hat sich ein Jerusalemer Café mit Fotos gemeldet, die eine deutlich weniger dramatische Erzählung bieten: Netanyahu ist lebendig, wachsam und genießt Kaffee.
Die Bilder wurden von The Sataf, einem örtlichen Café in Jerusalem, gepostet und zeigen Netanjahu, wie er während eines Besuchs an einem Drink nippt, was die Aufmerksamkeit von Online-Detektiven erregte. Der Instagram-Beitrag des Cafés sorgte schnell für Gesprächsstoff, als Gerüchte über den angeblichen Tod des israelischen Führers auf verschiedenen Plattformen an Bedeutung gewannen.
„Wir haben uns sehr gefreut, heute den Premierminister und sein Büro in Sataf begrüßen zu dürfen! Wissen Sie, welche Bäckerei Sie besuchen sollten“, schrieb das Café neben den Bildern von Netanyahu, der mit einer Tasse in der Hand lächelte. „Hauptsache, es werden schöne und ruhige Tage kommen! Von hier aus senden wir eine herzliche Umarmung an die Männer und Frauen der Reservate (und ihre Familien), die IDF und die Sicherheits- und Rettungskräfte.“
Nach der Eskalation des Konflikts verbreiteten sich Gerüchte
Die Gerüchte über Netanjahus Tod kamen kurz nach Berichten über amerikanisch-israelische Angriffe auf Teheran auf, bei denen laut iranischen Medien der Oberste Führer des Iran getötet worden sei. Verschwörungstheorien verbreiteten sich schnell im Internet, einige Nutzer veröffentlichten unbestätigte Bilder und schlugen dramatische Vergeltungsmaßnahmen des Iran vor.
Ein Teil des Gesprächs konzentrierte sich auf ein Video, das Netanjahu offenbar lässig in einem Café sitzend zeigte. Beobachter untersuchten die Details des Clips und behaupteten sogar, der Premierminister scheine sechs Finger zu haben, ein verräterisches Zeichen dafür, dass das Filmmaterial künstlich erstellt worden sei.
Das Deepfake-Label von Grok heizt das Feuer an
Die Verwirrung verstärkte sich, als Grok, der von xAI entwickelte KI-Chatbot auf Plattform Der Chatbot argumentierte, dass es keine Beweise dafür gebe, dass das Filmmaterial von einem realen Ereignis stamme – eine Behauptung, die im Internet weithin geteilt und diskutiert wurde.
Doch offizielle Quellen haben nicht gezögert, sich gegen die Spekulationen zur Wehr zu setzen. Das Büro des israelischen Premierministers wies die Todesgerüchte als „Fake News“ zurück und verwies auf die fortgesetzte Kommunikation und öffentliche Aktualisierungen als Beweis dafür, dass Netanyahu aktiv sei und sich mit Beamten abstimme.
