Die Zahl der Todesopfer durch Überschwemmungen im Gamo-Gebiet im Süden Äthiopiens ist auf mindestens 64 gestiegen, zahlreiche weitere werden vermisst, teilte die Polizei am Donnerstag mit.
„Die Zahl der aufgrund der jüngsten Überschwemmung in der Gamo-Zone vermissten Personen hat 128 erreicht, und den neuesten Informationen zufolge wurden 64 Leichen gefunden“, sagte die regionale Staatspolizeikommission Südäthiopiens in einer Erklärung auf Facebook.
Die Erdrutsche ereigneten sich in der Gamo-Zone und betrafen drei Bezirke – den Bezirk Gacho Baba, den Bezirk Kamba und den Bezirk Bonke. Nach Angaben des Katastrophenschutzdirektors der Zone, Mesfin Manuqa, dauern die Rettungsaktionen an, während die Behörden nach Überlebenden und vermissten Bewohnern suchen.
Manuqa sagte, den Notfallteams sei es während der Operation gelungen, eine Person lebend aus den Trümmern zu retten. Viele Opfer wurden jedoch nach dem Einsturz der Hänge unter dicken Schlammschichten begraben entdeckt.
Der Kommunikationschef des Distrikts Gacho Baba, Abebe Agena, sagte, die meisten Todesopfer seien aus Gebieten geborgen worden, in denen Häuser von Schlamm und Trümmern überschwemmt worden seien. Die Behörden haben die Gesamtzahl der von der Katastrophe betroffenen Haushalte noch nicht ermittelt.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Erdrutsche durch anhaltende Regenfälle in den umliegenden Bezirken in der vergangenen Woche ausgelöst wurden.
In der nahegelegenen Stadt Arba Minch und den Nachbargemeinden kam es in den letzten zwei Tagen zu anhaltenden heftigen Regenfällen, die erhebliche Schäden an Häusern, Ackerland und der örtlichen Infrastruktur verursachten.
Beamte haben gewarnt, dass das Risiko weiterer Erdrutsche und Überschwemmungen weiterhin hoch bleibt, da es in der Region weiterhin regnet. Schlammlawinen haben bereits mehrere wichtige Straßen blockiert, während steigendes Wasser eine Reihe von Brücken überschwemmt hat, was den Transport und den Zugang zu den betroffenen Gemeinden beeinträchtigt.
Notfallteams beobachten die Situation derzeit genau und haben die Bewohner aufgefordert, wachsam zu bleiben, während die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen in den von der Katastrophe betroffenen Bezirken fortgesetzt werden.
