Die Europäische Union werde in den kommenden Tagen neue Verteidigungspartnerschaften mit Australien, Island und Ghana unterzeichnen, da Brüssel angesichts der zunehmenden globalen Instabilität die Sicherheitskooperation mit gleichgesinnten Partnern vertiefen wolle, sagte der Spitzendiplomat der Union am Montag.
Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, sagte in Brüssel, die Vereinbarungen seien Teil eines umfassenderen Vorstoßes der Europäischen Union, ihr Verteidigungs- und Sicherheitsnetzwerk über den Kontinent hinaus auszuweiten.
„Viele andere interessierte Länder klopfen an unsere Tür“, sagte sie.
Diversifizierung von Sicherheitspartnerschaften
Laut Kallas versuchen immer mehr Nationen, ihre Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaften zu diversifizieren, da geopolitische Spannungen und Konfliktrisiken in mehreren Regionen zunehmen.
„Eine wachsende Zahl von Ländern auf der ganzen Welt versucht, ihre Partnerschaften zu diversifizieren, um das erhöhte Risiko zu bewältigen“, sagte sie.
Die geplanten Vereinbarungen zielen darauf ab, die Zusammenarbeit in Bereichen wie Verteidigungsfähigkeiten, militärische Mobilität, Cybersicherheit, maritime Sicherheit und Krisenmanagement zu stärken.
Während die EU seit langem enge Sicherheitsbeziehungen mit NATO-Verbündeten unterhält, versucht Brüssel zunehmend, bilaterale Verteidigungspartnerschaften mit Ländern im Indopazifik, in Afrika und anderen strategischen Regionen aufzubauen.
Ausbau der globalen Sicherheitsrolle der EU
Die neuen Abkommen mit Australien, Island und Ghana spiegeln die Bemühungen der EU wider, sich weltweit als aktiverer Sicherheitsakteur zu positionieren, insbesondere angesichts des zunehmenden strategischen Wettbewerbs zwischen Großmächten.
