Beispiellose Bombardierungen des Golfs durch den Iran haben die Angst vor einer Ausweitung des Konflikts verstärkt und eine Region erschüttert, die traditionell als Zone der Stabilität und Sicherheit im turbulenten Westasien gilt.
Am zweiten Tag in Folge berichteten Korrespondenten von wiederholten heftigen Explosionen in Dubai, Doha und Manama. Explosionen waren auch in Riad zu hören, als der Iran nach Angriffen der Vereinigten Staaten und Israels Gegenschläge startete.
Am Sonntag schien Teheran auch einen Gebäudekomplex in Abu Dhabi ins Visier genommen zu haben, in dem mehrere Auslandsvertretungen untergebracht sind, darunter die israelische Botschaft. Bei dem Vorfall in den Etihad Towers wurden zwei Menschen durch herabfallende Trümmer verletzt.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate wurden seit Samstag drei Ausländer – aus Pakistan, Nepal und Bangladesch – im Land getötet. Seit Beginn des Angriffs hätten die VAE 165 ballistische Raketen entdeckt, 152 zerstört und zwei Marschflugkörper abgefangen, teilte das Ministerium mit. Außerdem wurde berichtet, dass 506 von 541 iranischen Drohnen abgeschossen worden seien.
In Kuwait bestätigte das Gesundheitsministerium seit Samstag einen Todesfall und 32 Verletzte.
In Oman, das als Vermittler bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran fungierte und der einzige Golfstaat war, der am ersten Tag des Iran-Feldzugs verschont blieb, wurde der Hafen von Duqm nach Angaben der Oman News Agency von zwei Drohnen angegriffen. Später am Sonntag forderte der omanische Außenminister Badr Albusaidi in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi einen Waffenstillstand.
Zuvor berichtete Oman, dass vor seiner Küste ein Öltanker angegriffen worden sei, was zur Evakuierung seiner Besatzung geführt habe, von denen vier verletzt worden seien.
