US-Präsident Donald Trump hat Kristi Noem in eine neue Rolle berufen, in der sie als Sondergesandte fungieren wird, nachdem er sie aus der obersten Position des Heimatschutzministeriums entlassen hatte.
Trump kündigte an, dass Noem der Sondergesandte seiner „Shield of the Americas“-Initiative sein wird. Bei einer Veranstaltung in Nashville sagte Noem, dass sie am ersten „Shield“-Gipfel teilnehmen werde, bei dem Trump voraussichtlich mit Führungspersönlichkeiten aus elf lateinamerikanischen Ländern zusammentreffen werde.
Was ist der „Schild Amerikas“?
„Shield of the Americas“ ist eine neue Sicherheitsinitiative der Trump-Regierung, die sich auf die westliche Hemisphäre konzentriert und auf die Bekämpfung des Drogenhandels, transnationaler krimineller Netzwerke und illegaler Migration abzielt.
Zu Trumps „Shield“-Gipfel an diesem Wochenende in seinem Golfclub in Doral, Florida, werden nach Angaben des Weißen Hauses voraussichtlich Staats- und Regierungschefs aus Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Ecuador, El Salvador, Honduras, Panama, Paraguay sowie Trinidad und Tobago zusammenkommen.
Warum wurde Noem gefeuert?
Noems Amtszeit als DHS-Chef war von Kontroversen geprägt. Medienberichten zufolge war Trump mit Noems Umgang mit der jüngsten groß angelegten Operation gegen illegale Migranten in Minnesota nicht zufrieden.
Er war auch verärgert über Noem wegen ihrer jüngsten Anhörung im Senat, bei der sie sagte, der Präsident habe persönlich eine DHS-Werbekampagne im Wert von 220 Millionen US-Dollar genehmigt, in der sie eine prominente Rolle spielte.
„(Noem) hat uns gute Dienste geleistet und zahlreiche und spektakuläre Ergebnisse erzielt (insbesondere an der Grenze!)“, sagte Trump.
Wer ist der neue DHS-Chef?
Trump hat den Senator von Oklahoma, Markwayne Mullin, zum nächsten Chef des Heimatschutzministeriums ernannt.
Mullin, ein glühender Trump-Anhänger, ehemaliger Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und zum ersten Mal Senator, benötigt die Zustimmung des Senats, um die Rolle zu übernehmen. Er wird der zweite DHS-Sekretär in Trumps zweiter Amtszeit sein.
Mullin wird eine Behörde leiten, die in den letzten Monaten zunehmend in die Kritik geraten ist, insbesondere nachdem Bundeseinwanderungsbeamte in Minnesota zwei US-Bürger tödlich erschossen haben.
