Während der Krieg zwischen Russland und der Ukraine in sein fünftes Jahr geht, investieren zahlreiche indische Arbeiter ihren Schweiß und ihre Arbeit, um die russische Wirtschaft am Leben zu halten.
Wanderarbeiter aus Indien säubern Straßen und räumen den Schnee in der nordwestlichen Großstadt St. Petersburg, berichtete die russische Zeitung Fontanka.
Diese Arbeiter erhalten zusammen mit Unterkunft und Verpflegung fast 100.000 Rubel (1.300 US-Dollar) pro Monat und können Russischunterricht nehmen, so die Zeitung.
Was sind die neuen Arbeitserlaubnisse für Inder?
Letztes Jahr kündigte Russland während des Besuchs von Präsident Wladimir Putin in Indien ein neues Visum an, das Ausländern einen Aufenthalt ermöglicht.
Die beiden Länder haben einen Arbeitsmobilitätspakt unterzeichnet, der indischen Fachkräften die Arbeit in Russland erleichtern soll. Das Land, das unter einem akuten Arbeitskräftemangel leidet, wird bis zum Ende des Jahrzehnts rund 3,1 Millionen Arbeitsplätze haben, die besetzt werden müssen.
Das neue Visumprogramm ermöglicht qualifizierten ausländischen Arbeitnehmern in Bereichen wie Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie, Bildung, Kultur und Sport, einen vorübergehenden Aufenthalt von drei Jahren oder sogar einen dauerhaften Aufenthalt zu beantragen.
Sie können sich bewerben, ohne dass sie Einwanderungsquoten unterliegen oder eine russische Sprachprüfung bestehen müssen. Kandidaten können ihre Bewerbungen von ihrem Heimatland aus einreichen und erhalten im Falle einer Genehmigung zusammen mit ihren Familien ein einjähriges Geschäftsvisum, das ihnen die Einreise nach Russland ermöglicht.
Die Ukraine folgt diesem Beispiel
Die Ukraine hat im vergangenen Jahr mehr als 7.000 Arbeitserlaubnisse an ausländische Staatsangehörige erteilt, was einem Anstieg von etwa 15 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Das Land möchte Arbeitskräfte aus südasiatischen Ländern wie Indien und Nepal sowie aus Lateinamerika anlocken. Baustellen, die unter Arbeitskräftemangel leiden, wenden sich zunehmend an südasiatische Arbeitskräfte.
Kiew geht schnell vor, um mit der Rekrutierungsoffensive Moskaus Schritt zu halten. Im ukrainischen Parlament wurde ein Gesetzesentwurf zur Vereinfachung der Verfahren für vorübergehende Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen eingebracht, dessen Debatte in naher Zukunft erwartet wird.
Im Laufe des nächsten Jahrzehnts wird die Ukraine voraussichtlich mit einem Arbeitskräftemangel von etwa 4,5 Millionen Menschen konfrontiert sein, einschließlich eines Mangels von rund 40 Prozent in Sektoren wie dem Baugewerbe und dem Gesundheitswesen.
