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Nach Felsrutsch bei Kestert

Von hier lässt sich die Sprengung am Samstag beobachten

Noch rund 1500 Kubikmeter Schiefergestein drohen jederzeit von dem teilweise abgerutschten Hang bei Kestert abzubrechen. Ein riesiger Riss hat sich gebildet. Am Samstagmittag sollen mit einer Sprengung die vielen Tausend Tonnen Gestein kontrolliert gen Tal geschickt werden. Hunsrück News verrät die Orte, an denen das Spektakel am besten zu beobachten ist.

Derzeit bohren Spezialisten 15 bis zu vier Meter tiefe Löcher in den Fels oberhalb der Bahnstrecke – diese werden dann mit Sprengstoff verfüllt. Die Explosion soll dann den lockeren Fels gezielt lösen.


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Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte gegenüber Hunsrück News, dass sich die beiden anderen angedachten Verfahren – in den Spalt eingeführte Druckluftkissen und eine an einem Hubschrauber befestigte Abrissbirne – als nicht zielführend erwiesen hätten. Deshalb habe man sich schließlich für die Sprengung entschieden.

Sprengung Kestert Felssturz Luftaufnahme
Foto: DB AG Spezialisten haben bereits Markierungen (orange) für die Bohrlöcher angebracht. Daneben ist auch deutlich der Riss im Gestein zu erkennnen

Zwischen 13 und 14 Uhr am Samstag soll der Sprengmeister dann auf den Auslöser drücken. Das Spektakel wird sicherlich unzählige Schaulustige anlocken – Hunsrück News erklärt, von wo der kontrollierte Felsabgang ab besten zu sehen sein wird.

Am dichtesten dran ist man sicherlich direkt auf der B9. Diese wird aus Richtung Süden am Abzweig zur Rampe nach Hirzenach gesperrt. Ebenfalls gute Aussichtspunkte auf den Gaul genannten Berg ergeben sich auf der Traumschleife Rheingold: Hier dürften sich Wingertsberg und Wilpertskopf anbieten.

Nach der Sprengung wird das Geröll mit Spezialgerät aus dem Berg geholt. So will die Bahn unter anderem einen 12-Tonnen-Schreitbagger einsetzen, der seine Räder einzeln bewegen, drehen und heben kann, um die teils tonnenschweren Gesteinsbrocken effektiv zu zerkleinern und abzutragen.

Am Montag soll dann auch eine vorsichtige Prognose gewagt werden, wann die Bahnlinie und die B42 wieder befahrbar sind.

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