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Nach Felssturz am Gaul bei Kestert

Vierter Rumms: Weg für die Bahn jetzt freigesprengt?

Sind jetzt endlich alle Stolperstein aus dem Weg geräumt? Am Dienstag wurde die letzte problematische Felsnase am Berg Gaul weggesprengt – ob damit jetzt die Deutsche Bahn mit den Aufräumarbeiten nach dem Felssturz bei Kestert durchstarten kann, sollen Geologen am Mittwoch entscheiden. Weitere Sprengung nicht ausgeschlossen.

Nach drei Sprengungen am Wochenende musste am Dienstag noch eine letzte Gesteinsformation, die sich den bisherigen Versuchen widersetzt hatte, abgesprengt werden. Um 16 Uhr knallte es im Mittelrheintal, Geröllmassen flogen durch die Luft und Schiefergestein rauschte gen Tal. Die Deutsche Bahn ließ dazu lediglich verlauten, die Sprengung sei „wie geplant erfolgt“.


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Die Ergebnisse sollen gemeinsam mit Geologen vor Ort ausgewertet werden. Hunsrück News zeigt ein Vorher-Nachher-Bild der Sprengung vom Dienstag, darauf sind nur wenig Auswirkungen auf den Berg zu erahnen.

Auf Europas meistbefahrener Güterstrecke sollen so schnell wie möglich die Züge wieder rollen – die Deutsche Bahn arbeitet schon mit Hochdruck daran, das Geröll nach dem Felssturz zu zerkleinern und vom Hang abzutransportieren.

So seien Mensch und Technik im Dreischichtbetrieb vor Ort im Einsatz. Zusätzlich zu einem speziellen Schreitbagger, soll noch ein 70-Tonnen-Bagger zu Einsatz kommen, der eigens aus Nordrhein-Westfalen kommt.

Unterdessen sorgt der Felssturz bei Kestert auch für politische Verwerfungen: Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, hat einen Brief an Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geschrieben, wie die „Rhein-Zeitung“ berichtet.

Darin fordert Weiland: „Veranlassen Sie umfassende geologische Untersuchungen und Gutachten im Bereich des gesamten Mittelrheintals und auf beiden Rheinseiten! Bis zum Abschluss dieser Studie nebst Ergebnisbetrachtung haben im Mittelrheintal Güterzüge – insbesondere solche mit Gefahrgut – nichts verloren.“

Weiland an den Bundesverkehrsminister: „Sperren Sie die Strecke für diese unnötigen Gefahren für Hab und Gut sowie Leib und Leben der Menschen!

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