Anzeige
NEWSPlus_artikel
Grundschüler gehen wieder zu Schule

Unterricht startet – unter Vorbehalt der Corona-Dynamik

Grundschüler nach vielen Wochen wieder auf dem Weg zur Schule
Foto: Sebastian Schmitt Mia, Phillip und Paul (v.l.) freuten sich auf den ersten echten Schultag nach dem Homeschooling

Die knapp 7000 Grundschüler im Rhein-Hunsrück-Kreis müssen seit Montagmorgen wieder zurück in die Klassenräume. Nach vielen Wochen des Homeschoolings soll jetzt Wechselunterricht einen ersten Schritt zur schulischen Normalität bringen. Andere Landkreise mussten den Plan bereits mit Eilentscheidungen stoppen.

„Kinder brauchen ihre Schule, nicht nur zum Lernen, sondern auch für soziale Kontakte. Daher bin ich sehr dankbar, dass wir erreichen konnten, dass wir endlich wieder einen Schritt in Richtung Normalität wagen können und die ersten Schülerinnen und Schüler wieder Unterricht in ihren Schulen erhalten“, schrieb Bildungsministerin Stefanie Hubig an alle Eltern.


Anzeige

Doch es gibt schon Ausnahmen: Die Landkreise Germersheim, Cochem-Zell und Birkenfeld sowie die Stadt Bad Ems mussten sich wegen eines auffälligen Infektionsgeschehens vom Plan des Wechselunterrichts ganz oder teilweise verabschieden.

„In Germersheim ist die 7-Tage-Inzidenz nach stetigem Rückgang am Sonntag signifikant auf 124,8 gestiegen“, berichtete Dr. Sabine Schmidt, die Pressesprecherin des Gesundheitsministeriums gegenüber Hunsrück News. Deshalb sei in einer Eilentscheidung der Fernunterricht verlängert worden.

Auch in den Landkreisen Cochem-Zell, für den eine Inzidenz von 96,1 gemeldet wurde, und Birkenfeld (109,9) wurde sich von der Schulöffnung verabschiedet. In Birkenfeld bleiben die Schulen geschlossen, in Cochem-Zell ist zumindest die Präsenzpflicht ausgesetzt.

In allen drei Landkreisen sollen die hohen Inzidenzzahlen den Ausschlag für diese Entscheidungen gegeben haben, berichtet der SWR. Der Landkreis Rhein-Hunsrück folgt mit einer Inzidenz von 88,2 nur knapp hinter den genannten Kommunen, in denen es Eilentscheidungen zu den Schulöffnungen gegeben hatte.

„Bei einer solchen Entscheidung geht es nicht rein um die Inzidenz“, erklärte Pressesprecherin Schmidt, „es müsse auch die Entwicklung der Werte im Auge behalten werden, die Zahl der Mutationen und die Verteilung des Infektionsgeschehens – ist dieses eher diffus oder klar eingrenzbar, etwa auf einen Betrieb.“

Bereits Anfang Februar hatte der Wechselunterricht in Rheinland-Pfalz starten sollen, wurde wegen eines Covid19-Ausbruchs durch mutierte Corona-Viren in Baden-Württemberg aber kurzfristig abgesagt.

Bildungsministerin Hubig: „Die Gesundheitsexperten von der Universitätsmedizin in Mainz, mit denen ich mich regelmäßig berate, befürworten die geplante behutsame und schrittweise Öffnung der Schulen, da wir gute und wirksame Hygienekonzepte und Schutzvorkehrungen haben, die wir mit Blick auch auf die Virusmutationen nochmals aktualisieren.“

Die Pressesprecherin der Ministerin sagt aber auch, dass Infektionsschutz oberste Priorität habe. „Die Lage ist zu dynamisch, um jetzt sagen zu können, der Plan des Wechselunterrichts steht für die nächsten sechs Wochen fest.“

Auch interessant
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"