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Mann stirbt bei Wartungsarbeiten

Tragisches Missverständnis führte zu Stromunfall

Stromunfall Remondis Krankenwagen
Foto: Dirk Eikhorst Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen

Nach dem tödlichen Stromunfall bei der Entsorgungsfirma Remondis in Wüschheim ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt die genauen Todesumstände. Nach derzeitigen Erkenntnissen starb der Mann aufgrund eines tragischen Missverständnisses.

Der Angestellte einer hessischen Laborfirma sollte im Auftrag von Remondis eine Ölprobe von einem Trafo in der firmeneigenen Umspannstation nehmen. Dazu kletterte er auf den Trafo und kam wohl mit einem Teil in Kontakt, das unter 20 000 Volt Spannung stand.

Der Mann erlitt durch den Stromschlag auch große Brandwunden an einem Bein und am Oberkörper. Der Notarzt konnte letztlich nur noch den Tod des Mannes feststellen. Sein Kollege, der vor der Station wartete, erlitt einen schweren Schock.

Trafo - Stromunfall bei Remondis
Foto: Dirk Eikhorst Auf diesen Trafo kletterte der Mann

„So wie es aussieht, handelt es sich um einen tragischen Unglücksfall“, sagte Polizeihauptkommissar Christian Imig von der PI Simmern zu Hunsrück News. „Beide Mitarbeiter sind wohl irrtümlich davon ausgegangen, dass der Strom abgestellt war, als sie die Wartung begannen.“

Bei dem Unglück knallten die Notfallsicherungen raus, aber erst nachdem die Trafostation durch Westnetz vom Strom getrennt worden war, konnten Feuerwehrleute den reglosen Körper des Mannes von dem Trafo bergen.

Dass jetzt von der Polizeiinspektion Simmern und der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ein Todesermittlungsverfahren durchgeführt werde, bezeichnete Imig als Standardprozedur bei einem Unfalltod.

Ralf Auler, der Netzbetriebsleiter von Westnetz, zeigte sich gegenüber Hunsrück News fassungslos, dass der Mann auf den Trafo geklettert war: „Bei Stromunfällen wird normalerweise eine der Sicherheitsregeln missachtet, hier waren es gleich alle fünf.“

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