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Karbach – Mülheim-Kärlich 2:1

Torschütze Wilschrey: „Das war ein dreckiger Sieg“

FC Karbach - SG 2000 Mülheim-kärlich
Foto: Hermann-Josef Stoffel Kevin Leidig (l.) legte zweimal für Wilschrey den Ausgleichstreffer auf, aber erst in der 73. Minute sollte es klappen

Karbachs Trainer Maximilian Junk wechselte mit Tobias Jakobs den Matchwinner ein: In der 84. Minute für Eric Peters gekommen, erzielte Jakobs in der 93. Minute den glücklichen 2:1-Siegtreffer. Mühlheim-Kärlich führte lange durch ein frühes Tor von Gafur Seker in der achten Minute, bis Max Wilschrey den Ausgleich besorgte (73.) und in der Nachspielzeit der Mann mit der Nummer 7 traf.

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Bis der 2:1-Sieg der Gastgeber feststand, war es ein hartes Stück Arbeit – im Sinne des Wortes: Spielerisch lag einiges brach. „Beide Mannschaften haben nicht gut gespielt, unser 2:1-Sieg war glücklich“, blickte FC-Trainer Maxi Junk realistisch zurück. Max Wilschrey, der mit seinem achten Treffer die Torschützenliste der Oberliga Nord anführt, drückte es drastischer aus: „Das war ein dreckiger Sieg.“

Nach vier Niederlagen in Folge ging die SG 2000 Mülheim-Kärlich schon nach acht Minuten mit 1:0 durch Gafur Seker in Front. Zweimal hatte Wilschrey den Ausgleich parat liegen, jeweils bedient von Kevin Leidig. Der sonst so eiskalte Goalgetter versemmelte: „Ich denke nicht über vergebene Chancen nach“, hakte er die beiden Situationen schnell ab.

Aus dem Mittelfeld feuerte der starke Florian Jannke mit Links ab und verfehlte denkbar knapp das Ziel: „Ein Tor fehlt mir noch in der Oberliga“, sagte er voller Hoffnung, sich bald in die Torschützenliste eintragen zu können. Ansonsten plätscherte die Begegnung ohne Höhepunkte vor sich her. Viele Ballverluste ohne Not, mehr Krampf als Spielkultur von beiden Seiten. Bis die Schlussphase anbrach. Die entschädigte für einiges vorher – zumindest die Einheimischen der 319 Zuschauer.

In Gerd-Müller-Manier nahm Max Wilschrey mit dem Rücken zum Tor den Ball an, drehte sich und versenkte zum 1:1-Ausgleich in der 73. Minute: „Das freut mich für Max, nach seinen drei Spielen Sperre“, zeigte Maxi Junk Mitgefühl. Es sollte noch besser für den FC Karbach kommen. Neun Minuten nach der Einwechslung bescherte Tobias Jakobs den Gastgebern einen nicht mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer. Plötzlich war er vor Gästekeeper Michael Wall frei und versenkte zum 2:1-Endergebnis (90+3), frenetisch gefeiert von den Mitspielern.

Gefrustet war SG-Coach Thomas Arzbach, der fluchtartig Richtung Kabine verschwand. Blieb nur noch die Frage an FC-Trainer Junk, warum Newcomer Jeremy Mekoma erst so spät eingewechselt (70.) wurde: „Er ist angeschlagen und hat nicht trainiert. Wir wollten ihn gar nicht bringen“, erklärte er die Maßnahme.

Mit 19 Punkten hat sich der FC Karbach eine glänzende Ausgangsposition vor dem Rückrundenstart am nächsten Samstag geschaffen – dann steht wieder das Derby gegen Emmelshausen an. Nach dem Ende der Gruppenphase wird die Zwölferliga aufgeteilt. Die ersten sechs der Gruppen Nord- und Süd spielen den Aufsteiger in die Regionalliga aus. Für Teams ohne Aufstiegsambitionen dürfte das eine Sorglosrunde werden. Mannschaften aus den unteren Tableaus kämpfen gegen den Abstieg.


OBERLIGA RHEINLAND-PFALZ/SAAR GRUPPE NORD


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PL Verein SP S U N Tore DIFF Punkte
1 SV Eintracht Trier 05 22 15 4 3 58:19 39 49
2 SV Alemannia Waldalgesheim 22 12 3 7 43:32 11 39
3 SV Gonsenheim 22 11 5 6 41:27 14 38
4 FV Engers 07 22 11 5 6 34:27 7 38
5 FC Karbach 22 11 4 7 45:30 15 37
6 TuS Koblenz 22 8 5 9 33:32 1 29
7 1. FC Kaiserslautern II 22 8 5 9 34:42 -8 29
8 SG Mülheim-Kärlich 22 7 6 9 27:34 -7 27
9 Sportfreunde Eisbachtal 22 5 8 9 39:44 -5 23
10 FSV Salmrohr 22 7 2 13 30:56 -26 23
11 BFV Hassia Bingen 22 5 4 13 27:42 -15 19
12 TSV Emmelshausen 22 5 3 14 19:45 -26 18
Samstag, 5.03.2022
SV Eintracht Trier 05 4:0 BFV Hassia Bingen
FV Engers 07 1:1 FSV Salmrohr
SV Alemannia Waldalgesheim 4:0 Sportfreunde Eisbachtal
TSV Emmelshausen 2:3 SV Gonsenheim
TuS Koblenz 4:2 1. FC Kaiserslautern II
SG Mülheim-Kärlich 0:0 FC Karbach

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