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Bebauungspläne beschlossen

Stadt Kastellaun stellt die Weichen für die Zukunft

Bürgermeister Christian Keimer,
Foto: Screenshot Bürgermeister Christian Keimer,

„In der vergangenen fünf Jahren ist die Stadtbevölkerung um 500 Einwohner gewachsen, das sind zehn Prozent“, berichtet Bürgermeister Christian Keimer, „das ist eine unglaubliche Hausnummer.“

Zwei Dutzend Wohnungen und über 20 Bauplätze sollen in Stadtkernnähe in Kastellaun entstehen. Dazu hat der Stadtrat jetzt den entsprechenden Bebauungsplan aufgestellt. Auch das Industriegebiet soll erweitert werden.


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„Kastellaun ist so attraktiv und begehrt, dass der Zuzug nicht nachlässt“, sagt der Bürgermeister. Mit dem Neubaugebiet „Am Gödenrother Fußpfad“ werde dem großen Siedlungsdruck begegnet.

Auf dem städtischen Gelände sollen rund 20 Bauplätze für Ein- bis Zweifamilienhäuser entstehen. Außerdem vier größere Wohneinheiten – je zwei mit acht beziehungsweise vier Wohnungen. Keimer schätzt, dass eine Baubeginn im Jahr 2023 realistisch ist.

Die Stadt hat im Bebauungsplan festgeschrieben, dass je die Hälfte der Wohnungen in den Häusern mit acht Einheiten sozialer Wohnungsbau sein sollen. „Günstigen Mietwohnraum gibt es in Kastellaun nicht“, erklärte Keimer gegenüber Hunsrück News, „wir liegen überall auf Neubauniveau von acht Euro pro Quadratmeter.“

Ein weiterer Baustein für die Zukunft ist das Gewerbegebiet an der Bopparder Straße. Hinter Schneider Metallbau an der Raiffeisenstraße befinden sich noch vier Hektar in städtischem Besitz, für die jetzt eine Erschließung angegangen werden soll. Das sei dringend notwendig, denn „wir können seit Jahren nichts mehr anbieten“, sagte Keimer, dabei seien Interessenten durchaus immer wieder vorstellig geworden.

Damit während des Fortschritts das Alte bewahrt bleibt, hat der Stadtrat den Bebauungsplan „Laubacher Straße, Spesenrother Weg, Bopparder Straße, Marktplatz Ost“ beschlossen.

„Wir haben ein Areal im Bestand definiert, zum Teil im historischen Bereich der Stadt, in dem wir Leitplanken für künftige bauliche Veränderungen vorgeben“, erklärte der Bürgermeister.

„Bei jedem fünften oder sechsten Gebäude in diesem Bereich, würde man sich heute fragen, ob man das noch so will“, erklärte Christian Keimer. Als Beispiel nannte er das Gebäude der Raiffeisenbank oder den Flachbau mit der Gaststätte „Zur Linde“.

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