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Freizeitbad Rheinböllen

SPD will umstrittenen Antrag von Tagesordnung streichen

Freizeitbad Rheinböllen
Foto: Dirk Eikhorst Das Freizeitbad in Rheinböllen ist zum Zankapfel im Verbandsgemeinderat geworden

Sanierung oder Neubau? Spaßbad oder Saunalandschaft mit Schwimmwanne? Über die Zukunft des Rheinböllener Freizeitbades wurde in den vergangenen Wochen vortrefflich gestritten. Vor allem ein Antrag der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat sorgte für Wirbel. Dieser soll jetzt wieder von der Tagesordnung verschwinden.

„Wir werden einen Antrag auf Absetzung von der Tagesordnung stellen“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Klaßen gegenüber Hunsrück News.“ Dafür brauche die SPD zwar eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Rat, „aber die werden wir kriegen“, sagte Klaßen.

Warum dieser Sinneswandel? „Wir sehen die Kommission, die über die Zukunft des Bades beraten soll, auf dem richtigen Weg“, erklärte SPD-Politiker Klaßen.

Die Kommission habe ihm signalisiert, dass sie eine Sanierung nicht empfehlen werde, berichtete Klaßen gegenüber Hunsrück News. „Wir wollen keine 8,1 Millionen Euro in ein altes Bad investieren“, sagte der SPD-Fraktionschef.

Außerdem, so sagt Klaßen, wolle man zu diesem Zeitpunkt keine Sachdiskussion, um den Streit, der in den letzten Wochen über Leserbriefe ausgetragen worden sei, „nicht in den Rat zu tragen“.

Für Diskussionen sorgten vor allem die Vorgaben, die die SPD in ihrem Antrag für die Kommission formuliert hatte, weil sich alle Fraktionen im September darauf verständigt hatten, dass diese „ergebnisoffen“ arbeiten solle.

„Anstatt nunmehr die Kommission aufzurufen und ohne Vorgaben arbeiten zu lassen, will die SPD-Fraktion das Arbeitsergebnis jetzt mit eigenen Vorgaben beeinflussen und belasten“, erklärte Ulrich Sopart, der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, nach Bekanntwerden des SPD-Antrags. 

Klaßen: „Wir haben lediglich Mindestanforderungen an ein neues Bad formuliert, die die Kommission berücksichtigen sollte, damit niemand sagt, die SPD wolle das Bad plattmachen.“

Der SPD sei es wichtig, dass das Schulschwimmen weiterhin möglich bleibe, ansonsten sei man für kostengünstige Variante. Der SPD-Fraktionschef: „Wir können mit unseren Träumen ja in den Himmel wachsen, aber wir müssen mit den Finanzen auf dem Boden bleiben.“

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