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Verkauf und Vermietung in zehn Tagen

So gelang der Deal für das Impfzentrum in Simmern

Der ehemalige Sconto-Markt in Simmern wird zum Impfzentrum des Rhein-Hunsrück-Kreises. Am 15. Dezember soll mit dem Impfen gestartet werden können. Dass es überhaupt mit dem Wunschstandort des Kreises geklappt hat, ist einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Landkreis, Banken und neuem Eigentümer zu verdanken.

„Normalerweise dauert so ein Vorgang vier bis sechs Monate“, erklärte Dirk Steinert, COO der Immo One Group aus Bad Kreuznach gegenüber Hunsrück News. „Dass wir es in anderthalb Wochen schaffen mussten, war eine enorme Herausforderung, aber wir wollten mit allen Beteiligten für eine gute Sache eine außerordentliche Leistung generieren“, erklärte der Manager.


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Die Immo One Group hat den ehemaligen Sconto-Markt von der Krieger Gruppe in Berlin übernommen, zu der auch die Höffner-Möbelmärkte gehören. Krieger versuchte schon seit einigen Monaten einen Käufer für das Objekt zu finden, selbst hatte die Gruppe kein Interesse daran, einen Mietvertrag mit dem Landkreis einzugehen.

Immo One Group
Foto: Immo One Group Manuel Noack, Dirk Steinert, Oliver Dopp und Marco Mattes (v.l.) sind die Menschen hinter der Immo One Group aus Bad Kreuznach

„Wir haben durch unser Netzwerk erfahren, dass seitens des Landkreises Interesse daran besteht, das Impfzentrum im ehemaligen Sconto-Markt einzurichten“, erklärte Steinert. Zu diesem Zeitpunkt habe sich die Immo One Group erst seit Kurzem für den Markt interessiert, es sei aber schon zu einem Besichtigungstermin gekommen.

Der Markt sei von Architekten, Bau-Ingenieuren und Fachplanern durchgecheckt worden. „Die gute Anbindung, die großen Stellflächen und dass die Klimaanlagen auf neuestem Stand sind“, erklärte Steinert, habe für das Objekt als Impfzentrum gesprochen.

„Uns war allen klar, dass wir das in anderthalb Wochen durchkriegen müssen“, sagte der Immobilienverwalter, „sonst hätte sich der Kreis nach einer Alternative umschauen müssen.“

Am vergangenen Donnerstag sei schließlich der Kaufvertrag unterschrieben worden, am Montag dann der Mietvertrag mit dem Kreis bis Ende 2021 unter Dach und Fach gewesen. Steinert sieht einen großen Anteil bei der Volksbank Hunsrück Nahe, die den Kauf finanziert, und der Kreisverwaltung: „Die haben alle Arbeitszeiten und Wochenenden in den Rhein gekippt und mit Verhandlungen auch zu später Stunde das Projekt unterstützt.“

Was nach Abschluss der Impfkampagne mit dem ehemaligen Sconto-Markt geschehen wird, darauf wollte sich Steinert nicht festlegen. „Denkbar ist, dass wieder ein kleines Möbelhaus einzieht.“

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