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POLITIK
Vorschlag für Verbandsgemeinde

Simmerner Seniorenbeiräte „unumstritten“ bestimmt

Stadtrat Simmern Seniorenbeirat
Foto: Dirk Eikhorst Die Seniorenbeiräte wurden vom Stadtrat Simmern offen gewählt

Weil es schon eine „unsägliche Geschichte im Vorfeld war“, werde sie der Wahl nicht im Wege stehen, sagte Irene Theiß (Grüne).

Der Simmerner Stadtrat hat in offener Wahl die Vertreter für den Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde bestimmt. Die Mitglieder und Ersatzpersonen wurden einstimmig bei fünf Enthaltungen gewählt.

War es Bürgermeister Dr. Andreas Nikolay beim ersten Anlauf noch schwergefallen, überhaupt die vier von Simmern zu entsendenden Seniorenbeiräte aufzustellen, war die Liste samt Ersatzpersonen jetzt prall gefüllt. „Aus der Mitte des Stadtrates“ seien ihm die Kandidaten vorgeschlagen worden, schrieb Nikolay in der Beschlussvorlage.


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Neben den beiden Stadträten Friedhelm Schüler (SPD) und Hermann-Josef Loskill (anStadt-Liste) stellten sich auch Axel Schreiner und Hans Werner Johann zur Wahl. Als Ersatzpersonen wurden Otto Prochnow, Hans-Eckhard Gallo (FDP), Dieter Langkammerer (anStadt-Liste), Willi Bohn (Grüne) aufgestellt. Über die Kandidaten wurde auf Vorschlag des Bürgermeisters en bloc und offen abgestimmt.

Die Vorgeschichte: Die Stadt Simmern hatte schon für die Februar-Sitzung des Verbandsgemeinderates eine Liste von Seniorenbeiräten aufgestellt. „Da sich unter den zu wählenden Kandidaten zumindest eine höchst umstrittene Person befindet, beantrage ich hiermit geheime Abstimmung“, erklärte Willi Bohn von den Grünen in dieser Sitzung. Wen er damit meinte, erklärte er zu diesem Zeitpunkt nicht.

In der nächsten Sitzung wurde Bohn dann konkreter, nannte Andreas Hoppe als die „umstrittene Person“, dieser war bis vor einiger Zeit selbst in der Simmerner Kommunalpolitik für die SPD aktiv. Bohn war ihm vor, er beschäftige sich regelmäßig mit kommunalen Aufsichtsbeschwerden, mit belehrenden Anfragen, schreibe beleidigende Briefe an Ratsmitglieder. Genau diese Szenerie würde er nicht im Seniorenbeirat haben wollen.

Hoppe hatte gegenüber Hunsrück News moniert, dass er sich gegen die Vorwürfe Bohns nicht habe verteidigen können: „Das gehört sich nicht.“ Er hatte Bohn später aufgefordert, die Vorwürfe richtigzustellen.

Mit fünf Enthaltungen von SPD, CDU und Grünen war die Wahl dann „unumstritten“. Nur Irene Theiß (Grüne) bemerkte, dass die Kandidaten alle männlich seien, sie habe gedacht, „dass wir aus dem Zeitalter der Männerwirtschaft hinaus sind“. Bürgermeister Nikolay versicherte, dass er versucht habe, weibliche Kandidaten zu finden.

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