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Hauptausschuss gegen digitale Variante

Rheinland-Pfalz-Tag in Boppard steht vor dem Aus

Der Rheinland-Pfalz-Tag findet jedes Jahr in einer anderen Gemeinde statt
Foto: Carlderkäfer Der Rheinland-Pfalz-Tag findet jedes Jahr in einer anderen Gemeinde statt

Das dreitägige Landesfest findet traditionell seinen Höhepunkt in einem großen Umzug – bejubelt von Zehntausenden Zuschauern. In Zeiten der Corona-Pandemie undenkbar! Also haben sich die Organisationsteams für die 36. Auflage des Rheinland-Pfalz-Tages alternative Veranstaltungsformate überlegt. Im Kern: Die Besucherströme werden ins Internet verlegt!

Der Hauptausschuss der Stadt Boppard hat sich gegen die überwiegend virtuelle Durchführung des Rheinland-Pfalz-Tages ausgesprochen. Die Verwaltung hatte zwar ein detailliertes Konzept vorgelegt, konnte den Ausschuss damit aber nicht überzeugen. Sagt der Stadtrat das Landesfest komplett ab?

Der Plan: Alle Festbestandteile – außer Frühschoppen der Landesregierung und der Festumzug – sollen in einem anderen Format stattfinden. Da nur knapp 20 000 Besucher auf dem gesamten Festgelände pro Tag zugelassen seien, sollten viele Events begleitend als Livestream im Internet übertragen werden, schreibt der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Hans-Joachim Bach in der Sitzungsvorlage.


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Um dennoch möglichst viele Menschen in Boppard empfangen zu können, soll der Rheinland-Pfalz-Tag auf zehn Tage gestreckt werden: Vom 2. bis 11. Juli sollen Ausstellungen, Infopräsentationen und digitales Begleitprogramm stattfinden, ab dem 9. Juli dann auch das Bühnenprogramm – unter strenger Einhaltung der Corona-Vorschriften.

Der Rheinland-Pfalz-Tag ist keine Lizenz zum Gelddrucken: Nach dem Landesfest 2019 musste die Stadt Annweiler (Landkreis Südliche Weinstraße) ein Minus von über 300 000 Euro verbuchen. Vor allem, weil zu dem dreitägigen Fest statt der erwarteten 120&n…

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