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Unsichere Pandemielage

Rheinland-Pfalz-Tag 2021 in Boppard abgesagt

Boppard
Foto: Tk

Die 36. Auflage des Landesfestes sollte Anfang Juli in Boppard stattfinden – wegen der Pandemie hatten sich die Organisatoren alternative Veranstaltungsformate überlegt. Im Kern: Die Besucherströme sollten ins Internet verlegt werden! Aber selbst der Hauptausschuss der Stadt konnte sich damit nicht anfreunden.

Boppards Bürgermeister Dr. Walter Bersch und Ministerpräsidentin Malu Dreyer verkündeten jetzt das komplette Aus für den Rheinland-Pfalz-Tag 2021. Zu groß sei die Unsicherheit wegen der weiter dynamischen Pandemielage.

„Sehr gerne hätten wir in diesen besonderen Zeiten den Menschen auch ein Signal der Hoffnung und der Zuversicht mit diesem Landesfest in neuer und besonderer Art und Weise gegeben“, erklärten sie. Gleichwohl sei man sich der „Verantwortung für die Gesundheit der Menschen, aber auch im Umgang mit Steuergeldern bewusst“, teilten Dreyer und Bersch am Donnerstag in Mainz mit.

Die aktuelle Pandemie-Lage sei dahingehend zu unsicher, als dass auch kurzfristige Ausbrüche und die neuen Auswirkungen verschiedener Mutationen dazu führten, dass das wirtschaftliche Risiko des Festhaltens an der weiteren Planung nicht mehr zu vertreten sei.


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Auch die Prognosen der Experten zu einer etwaigen Entspannung der Lage im Sommer, seien zu vage, um nun Aufträge auszulösen und Mitarbeitende in Verwaltungen in die intensive letzte Phase der Veranstaltung zu schicken, erklärten die beiden SPD-Politiker.

„Schweren Herzens und doch aus voller Überzeugung und Verantwortung für die Gesundheit, aber auch die wirtschaftlichen Belange des Landes und der Kommune werden wir auch das Corona-konforme Konzept des Rheinland-Pfalz-Tages 2021 in Boppard nicht umsetzen können“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Zuvor hatte sich schon der Hauptausschuss der Stadt Boppard gegen die überwiegend virtuelle Durchführung des Rheinland-Pfalz-Tages ausgesprochen.

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