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Von Koblenz bis Bingen

„Rhein in Flammen“ zum zweiten Mal komplett abgesagt

Rhein in Flammen Oberwesel
Foto: Dominik Ketz „Rhein in Flammen“ lockt jedes Jahr unzählige Gäste auch nach Oberwesel

Die Traditionsveranstaltung mit Hunderttausenden Besuchern fällt auch 2021 aus: „Rhein in Flammen“ wurde am Dienstag auch in Oberwesel, St. Goar, Bingen und Koblenz abgesagt. Die Veranstalter bezeichneten die Entscheidung als „unumgänglich“.

„Wenige Veranstaltungen in unserer Region können auf eine solche Historie und treue Fans aus ganz Europa blicken, wie ‚Rhein in Flammen‘. Umso schwerer fiel allen beteiligten Partnern die Entscheidung, nun abzusagen“, sagte Kristina Neitzert, die Geschäftsführerin der Romantischer Rhein Tourismus GmbH, die die Kooperation der einzelnen Veranstaltungen zwischen Bonn und Bingen/Rüdesheim koordiniert.


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Bereits 2020 mussten die „Rhein in Flammen“-Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Auch in diesem Jahr hatten die Veranstalter wegen der Dynamik der Corona-Pandemie nur einen sehr begrenzten Planungshorizont. „Aktuell gibt es seitens der Politik keine Perspektiven dazu, ob und wie Großveranstaltungen ab dem Sommer durchgeführt werden können“, erläuterte Kristina Neitzert.

Die Geschäftsführerin: „In dieser unsicheren Situation haben wir eine gemeinsame Entscheidung getroffen, die sowohl dem Bevölkerungsschutz als auch den wirtschaftlichen Verpflichtungen der Beteiligten Rechnung trägt.“

Durch die frühzeitige Absage soll den beteiligten Orten die Möglichkeit gegeben werden, alternative Konzepte für Pandemie-konforme Veranstaltungen und Reiseanlässe zu schaffen.

Oberwesels Stadtbürgermeister Marius Stiehl erklärte, man habe sich auch in Verantwortung gegenüber den Geschäftspartner und Gästen zur Absage entschlossen: „Der traditionelle Oberweseler Weinmarkt ist von dieser Entscheidung zunächst nicht betroffen“, beruhigte er.

Michael Döhring vom Stadtmarketing St. Goar sagte, dass „Rhein in Flammen“ wegen des vielseitigen Rahmenprogramms mit Weingasse, Live-Musik und zahlreichen Ständen an beiden Ufern des Rheins ein besonderes Erlebnis sei. „Um dies vorbereiten zu können, sind Planungssicherheit und ein zeitlich ausreichender Vorlauf wichtig. Beides ist auch in diesem Jahr leider wieder nicht gegeben.“ Ihm blieb nur der Wunsch: „Freuen Sie sich gemeinsam mit uns auf Rhein in Flammen 2022.“

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