KULTUR
Impfzentrum Idar-Oberstein

Regionale Kunst macht die Impfung bunt

Impfzentrum Birkenfeld Kunst Ausstellung
Foto: Ingrid Raagard Das Impfzentrum Birkenfeld hat die tristen Räume mit Fotos und Bildern regionaler Künstler bereichert

Im Birkenfelder Impfzentrum können Wartende seit Ende vergangener Woche Exponate von regionalen Künstlern und Fotografen bewundern. Die Idee dazu hatte Landrat Dr. Matthias Schneider. Eine Idee, die alle im Impfzentrum begeistert. Hunsrück-News-Reporterin Ingrid Raagaard besuchte das Zentrum.

Im Kreis Birkenfeld wurde das Impfzentrum im Gebäude der Idar-Obersteiner Messe untergebracht. Die Wahl war logisch, da in diesen Pandemie-Zeiten bisher alle Messen abgesagt werden mussten. Von Anfang an spielte dank einer Idee des Landrats auch Fotokunst und Kunst im Impfzentrum eine wichtige Rolle. Auch dieser Gedanke lag auf der Hand, da genau in diesem Gebäude jährlich die Hunsrücker Naturfototage stattfinden, die sich in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einem der wichtigsten Foto-Events in ganz Südwestdeutschland entwickelt haben.

Die Räumlichkeiten des Messegebäudes wurden in ihrer Funktion als Impfzentrum zu einem wahren Labyrinth. Weiße Messe-Stellwände trennen Wartende von den Impfräumen, Gänge führen zu verschiedenen Wartebereichen. Es könnte alles weiß, trist und etwas orientierungslos wirken, wirkt aber dank der zahlreichen Exponate fröhlich und bunt.

Impfzentrum Birkenfeld Kunst Ausstellung
Foto: Ingrid Raagard Die farbenfrohen Bilder bringen Abwechslung auf die weißen Stellwände

Nachdem in den ersten Monaten der Hunsrücker Fotograf Sebastian Caspari die weißen Stellwände mit seinen Arbeiten verschönert hatte, wurde nun der Kunstverein Obere Nahe dazu aufgefordert, mit Kunst das Impfzentrum zu bereichern.

Acht Fotografen und sieben Maler – alle Mitglieder des Kunstvereins – haben sich an der Aktion beteiligt. Rund 50 Werke sind nun an den weißen Stellwänden verteilt. Impfzentrums-Sprecherin Andrea Röper sagte zu Hunsrück News: „Die Ausstellung kommt bei den Menschen, die hier geimpft werden, sehr gut an. Einige kamen zu ihrer Erstimpfung während der ersten Ausstellung. Nun kamen sie zur Zweitimpfung. Viele haben sofort bemerkt, dass wir neue Bilder haben. Sie blicken sich sehr neugierig um und schauen sich die Arbeiten gerne an, auch wenn man während der Wartezeit nicht herumlaufen darf. Man muss auf einem Stuhl sitzen bleiben.“

Auch Jürgen Cullmann, Sprecher der Fotogruppe des Kunstvereins, ist begeistert: „Fotografen und Künstler haben in diesen Zeiten keine Möglichkeiten, mit Kunst- oder Fotofreunden direkt in Kontakt zu treten. Wir können alle unsere Arbeiten nur virtuell zeigen. Es ist uns eine große Freude, dass diese Arbeiten lokaler Fotografen und Künstler von einem so breiten Publikum ganz real gesehen werden können.“

Die meisten Exponate sind bunt und fröhlich. Die Arbeiten sollen die Augen erfreuen und die Besucher entspannen. Besonders im letzten Warteraum, in dem die Besucher nach der Impfung noch 15 Minuten sitzen müssen, bevor sie wieder heim dürfen, geht es äußerst farbenfroh zu. „Lauter Farbtupfer, das ist einfach schön“, freut sich Andrea Röper beim Rundgang durch das Zentrum.

Das Impfzentrum ist nur für Leute geöffnet, die einen Impftermin haben. Die Impfungen gehen zügig voran, seit Januar erhielten bereits über 13 000 Personen hier ihre Erstimpfung. Die Ausstellung bleibt bis September 2021 bestehen.


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Impfzentrum Birkenfeld Kunst Ausstellung
Foto: Ingrid Raagard Die Impflinge müssen zwar auf ihren Stühlen bleiben, können aber trotzdem die Kunst genießen
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