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Dutzende Einsatzkräfte im Krankenhaus

Phosphorgranate im Wald bei Altlay explodiert

Foto: Polizei Die Treibladung des Phosphorgeschosses war noch intakt

Erst gab es einen Knall, der noch bis ins Hunderte Meter entfernte Dorf Altlay zu hören war, dann stieg ätzender Rauch auf. Herbeieilende Anwohner waren dem Kampfstoff schutzlos ausgesetzt.

Eine Weltkriegsgranate ist am Mittag an einem Hang oberhalb der Engers Mühle explodiert. Das Phosphorgeschoss einer amerikanischen Bazooka aus dem Zweiten Weltkrieg soll ohne äußere Einwirkung hochgegangen sein. Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes haben das Geschoss geborgen und abtransportiert.


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Bei der Granate handelt es sich um einen etwa 25 Zentimeter langen Vernebelungskörper, der im Zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde. Nach Infos von vor Ort soll die Treibladung noch intakt gewesen, das Geschoss nicht abgefeuert worden sein. Warum die Granate explodierte, ist derzeit noch unklar, möglich sind Korrosion serscheinungen, die nach Jahrzehnten eingetreten sind.

Foto: Privat Dieses Bild bot sich den Einsatzkräften beim Eintreffen am Unglücksort. Phosphorqualm steigt auf

Nach Angaben des Kampfmittelräumdienstes habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Dennoch wurden zahlreiche Einsatzkräfte und auch ein Bewohner der nahegelegenen Engers Mühle, die als erste am Einsatzort waren und den Nebelschwaden nahe gekommen sind, auf Anraten von Fachärzten in Kliniken gebracht.

„Die Einsatzkräfte zeigen derzeit keine Symptome“, erklärte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, Karl-Peter Jochem.

Am frühen Abend begannen an der Engers Mühle die Dekontaminierungsarbeiten: Einsatzkräfte die am Unglücksort waren, müssen ihre Kleidung tauschen, werden in einem speziellen Zelt abgeduscht und dann zur Beobachtung in Kliniken gebracht.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Altlay, Zell, Blankenrath und Priedl mit insgesamt 75 Mann.

Foto: Sebastian Schmitt An der Engers Mühle liefen am Abend die Dekontaminierungsarbeiten an

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