POLITIK
Freitags, samstags und vor Feiertagen

Oberweseler Gastronomen dürfen draußen länger öffnen

Erster Tag Außengastronomie nach dem Lockdown
Foto: Dirk Eikhorst Auch Iris Marx darf ab sofort freitags, samstags und vor Feiertagen ihre Außengastronomie der „Historischen Weinstube“ eine Stunde länger öffnen

Der Oberweseler Stadtrat war geschlossen dafür: Die Gastronomen dürfen während der Saison an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen abends eine Stunde länger öffnen. „Als Stadt setzen wir damit ein gutes Zeichen“, sagte Bürgermeister Marius Stiehl.

Das Landesimmissionsschutzgesetz regelt, dass die Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr dauert und Betätigungen, die die Nachtruhe stören könnten, verboten sind. Kommunen haben aber das Recht, den Beginn der Nachtzeit um eine Stunde nach hinten zu verschieben – so wie es der Stadtrat jetzt mit der einstimmig verabschiedeten Satzung zur Festsetzung der Außenbewirtungszeiten getan hat.

Diese Satzung sieht vor, dass an Freitagen und Samstagen sowie an den Tagen vor Feiertagen die Außengastronomie bis 23 Uhr geöffnet werden darf. Diese Regelung greift vom 1. April bis zum 31. Oktober.

„Wir glauben, dass wir hier ein ausgewogenes Verhältnis schaffen, nämlich zum einen den Schutz der Bevölkerung zu wahren, indem wir sagen, wir machen es nicht unter der Woche“, sagte der Bürgermeister in der jüngsten Stadtratssitzung, zum anderen werde damit ein Zeichen gesetzt, die Gastronomie ein Stück weit unterstützt.

Jan Zimmer, Fraktionsvorsitzender der CDU, sagte, man wolle den Gastronomen entgegenkommen, schließlich seien die lange genug gebeutelt gewesen. Und Christian Büning, Fraktionschef der Grünen, äußerte die Hoffnung, dass die Satzung „ein kleiner Baustein sein wird, um noch ein gutes gastronomisches Jahr hinzubekommen“.

Büning stellte fest, dass die Anpassung der Öffnungszeiten auch den geänderten Lebensgewohnheiten der Menschen Rechnung trage, diese gingen später aus und bleiben länger unterwegs. Andererseits sei eine Abwägung zu treffen gewesen, denn Außengastronomie betreffe auch immer die Menschen, die drumherum wohnen.

Stiehl: „Weil die meisten Menschen am Wochenende und an Feiertagen freihaben, wollen wir die Regelung auch nur an den entsprechenden Tagen einführen.“

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