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B9 zur Sicherheit gesperrt

Nach Felssturz: Reste des Bergs werden Samstag gesprengt

Hubschrauber am Fels
Foto: Dirk Eikhorst Ein Hubschrauber bringt Spezialgeräte an die Abbruchkante

Tausende Tonnen Geröll und Schiefergestein stürzten am Montag bei Kestert ins Tal – verschütteten die meistbefahrenen Güterzugstrecke in Europa und machten die B42 unbefahrbar.

Drei Tage untersuchten Spezialisten den Felssturz bei Kestert, jetzt steht nach Informationen von Hunsrück News fest: Der restliche Berg muss gesprengt werden. Aus Sicherheitsgründen wird am Samstag auch die B9 auf der gegenüberliegenden Rheinseite gesperrt.

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Das Ziel der Deutschen Bahn ist klar: Der Güterverkehr muss wieder rollen – möglichst schnell. Dazu müssen die rund 5000 Kubikmeter Gestein, die sich gelöst und „trotz professioneller Fangnetze“ die Gleise verschüttet hatten, abgeräumt werden.


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Der Abtransport kann aber erst starten, wenn der Hang abschließend befestigt ist. Dazu müssen noch lose Gesteinsschichten an der Abbruchstelle gelöst und anscheinend auch ein Teil des stehengebliebenen Massivs gesprengt werden.

Die Bahn berichtet, dass die noch losen Gesteinsbrocken zunächst mit Luftkissen gelöst werden sollen. „Ergänzend ist ein Helikopter im Einsatz, der das Gelände aus der Luft erkundet und mithilfe einer Abrissbirne die erforderlichen Bereiche bearbeitet“, erklärte eine Bahnsprecherin gegenüber Hunsrück News.

Abrissbirne Felssturz Kestert
Foto: Dirk Eikhorst Mit dieser Abrissbirne soll ein Hubschrauber lose Felsen am Hang bearbeiten

Nach der Sprengung am Samstag sollen dann Spezialbagger die bis zu zehn Tonnen schweren Felsbrocken abräumen. Eine verlässliche Prognose zur Befahrbarkeit der Strecke sie voraussichtlich Ende der Woche möglich, erklärte die Bahn.

Auf Bildern von „Live Doku TV“ ist der zufällig aufgezeichnete Felsrutsch zu sehen:

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