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TuS-Kirchberg-Vorsitzender Jakoby

„Morbach wird für das erste Spiel der ideale Gegner“

TuS Kirchberg - SG Mendig
Foto: Hermann-Josef Stoffel Schon vor Corona-Pause galt der TuS Kirchberg als gefürchteter Gegner, daran will die Mannschaft anknüpfen

Der Mann ist verdächtig – rekordverdächtig. Weil er seit 1990 und damit seit 31 Jahren Vorsitzender des TuS Kirchberg ist. Die besten Fußballer des von Manfred Jakoby geführten Klubs stiegen 2019 in die Rheinlandliga auf. Dort machte der TuS eine sehr gute Figur und macht am 15. August mit einem Heimspiel gegen Morbach einen Neuanfang. Hunsrück-News-Reporter Bernd Schneider interviewte den 71-jährigen Klub-Chef.

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Hunsrück News: Herr Jakoby, nach 29 von 31 Jahren Ihrer Präsidentschaft schaffte der TuS den schwierigen Sprung in die fußballerische Sechstklassigkeit. War das der bisherige Höhepunkt Ihrer Amtszeit?

Manfred Jakoby: „Es gab in dieser langen Zeit viele Höhepunkte. Sicherlich waren der Aufstieg der Fußballer in die Sechstklassigkeit und der Aufstieg der Kegler in die 2. Bundesliga ein Highlight.“

Statt Abstiegskandidat war Ihre Mannschaft vor der Corona-Pause stets ein gefürchteter Gegner. Unter anderem wurde der jetzige Oberligist SG Mülheim-Kärlich mit 5:1 besiegt und auch manch anderes Team mit einem Wasserturm-Trauma ausgestattet. Worin bestand Ihres Erachtens das Erfolgsgeheimnis?

Jakoby: „Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Erfahrung des Abteilungsleiters, der Betreuer und Trainer und der Gemeinschaft der Spieler selbst. Nur gemeinsam sind wir zu Überraschungen fähig. Hier denke ich zum Beispiel an ein Spiel gegen den TuS Koblenz, was wir auf heimischem Platz letztendlich auch gewannen.

Der TuS ist fußballerisch die Nummer drei des Rhein-Hunsrück-Kreises. Soll zumindest mittelfristig die gleiche Stufe wie TSV Emmelshausen und FC Karbach erreicht werden?

Jakoby: „Mittelfristig hat man immer ein Auge auf die Oberliga, aber hier werden wir noch hart arbeiten müssen, um dieses Ziel zu erreichen.“

Manfred Jakoby TuS Kirchberg
Foto: TuS Kirchberg Manfred Jakoby ist Vorsitzender des TuS Kirchberg

Der SV bzw. FVH Morbach ist etablierter Hunsrücker Rheinlandligist. Kurioserweise war er bisher noch nicht an der Dickenschieder Straße zu Gast. Ist er am mittleren August-Sonntag der ideale, attraktive Gegner für das erste TuS-Heimspiel seit Langem?

Jakoby: „Auf das Derby gegen Morbach am 15. August freuen wir uns ganz besonders. Morbach wird für das erste Meisterschaftsspiel der ideale Gegner sein, da weder Morbach noch wir genau wissen, was uns erwartet. Auf jeden Fall wird es ein Highlight sein in diesem Spieljahr.“

Während andere Vereinspräsidenten sich bei Heimspielen auf der Tribüne sonnen, stehen Sie hinter dem Tresen und betreiben mit Ihrer Ehefrau die Gastronomie im schmucken Klubheim mit Fensterfront zum Kunstrasen. Sehnen Sie sich danach, ein TuS-Heimspiel völlig entspannt zu verfolgen und sich das Bier bringen zu lassen, statt es zu bringen?

Jakoby: „Das Bier lasse ich mir bei Auswärtsspielen bringen, das reicht mir völlig, dann kann ich auch entspannen und eventuell mitdiskutieren und Absprachen treffen, was manchmal bei Heimspielen etwas zu kurz kommt, da einiges vorzubereiten ist, egal ob Getränke oder Stadionansage.“

Haben Sie selbst früher im gelb-blauen Trikot Fußball gespielt?

Jakoby: „Ich habe es früher in der Jugend bis zur C/B-Jugend geschafft. Da ich selbst merkte, dass mir das Talent zum Fußballspielen fehlte, habe ich mich der Musik gewidmet, die für mich danach im Vordergrund stand.“

Im TuS sind recht viele Sportarten beheimatet. Haben Sie eine persönliche Vorliebe, die sich natürlich nicht auf ihr Amt auswirken darf?

Jakoby: „Jeder sollte die Sportart ausleben, die er liebt und die ihm Spaß macht. Aus diesem Grunde haben wir für alle Altersklassen von Bambinis bis Oldies ein breites Spektrum an Sportarten, von Fußball über Kegeln, Tischtennis, Turnen und Leichtathletik sowie Volleyball, Teakwondo und HipHop.“

Wie lauten Ihr aktueller sportlicher Wunsch und Ihr Wunschtraum, abgesehen von endlich wieder geregeltem Spielbetrieb?

Jakoby: „Ich hoffe immer, dass alle Sportler unseres Vereins gesund durch die Spiele kommen, sich selbst und die Zuschauer begeistern und vor allen Dingen Spaß an ihrem Sport haben. Mein sportlicher Wunsch ist es, dass alle Spiele wieder geregelt ablaufen können, die Pandemie niemals Einfluss haben wird und wir alle – einschließlich meiner Person – noch lange gesund mitmischen können.“

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