Bundestagswahl-KandidatenPOLITIK
Ich will in den Bundestag, weil …

Michael Maurer (SPD)

Michael Maurer (SPD)
Foto: privat

Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt: Für den Wahlkreis 200 Mosel/Rhein-Hunsrück, zu dem der Landkreis Cochem-Zell, der Rhein-Hunsrück-Kreis und Teile des Landkreises Bernkastel-Wittlich gehören, bewerben sich zehn Kandidaten für das Direktmandat. Insgesamt rund 185 000 Menschen sind aufgerufen, mit ihrer Erststimme über den Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis zu entscheiden. Hunsrück News stellt die Bewerber vor …

STECKBRIEF


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  • Name: Michael Maurer
  • Alter: 62
  • Geburtsort: Koblenz
  • Erlernter Beruf: Journalist
  • Familienstand: zwei Kinder
  • In Politik und Partei seit: seit 45 Jahren Mitglied der SPD, ehrenamtlich politisch tätig mit Unterbrechungen seit 1978, hauptamtlich 2005 bis 2008
  • Bisher höchste politische Funktion: hauptamtlich Landesgeschäftsführer der SPD 2006 bis 2008, ehrenamtlich SPD-Kreisvorsitzender und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion

Ich will Bundestagsabgeordneter werden, weil …

Michael Maurer: „… ich mich für die Menschen einsetzen will, die hart arbeiten, sich um ihre Kinder und oft auch um ihre Eltern kümmern, und manchmal trotz zweier Einkommen nur geradeso über die Runden kommen. Die Corona-Krise hat uns deutlich gezeigt, wie sehr wir alle auf die Arbeit derjenigen angewiesen sind, die nur geringes Einkommen haben. Ob Kassiererinnen im Supermarkt, Lkw- oder Busfahrer, Reinigungskräfte, Erzieherinnen oder die Pflegekräfte – sie alle verdienen mehr Anerkennung, gute Einkommen und gute Arbeitsbedingungen. 

Für diese Menschen will ich eine starke Stimme im Bundestag sein. Diese Menschen müssen wir in den Mittelpunkt unserer Politik stellen. Sie verdienen Respekt und unsere Unterstützung. Dafür trete ich an und bewerbe mich um das Bundestagsmandat im Wahlkreis 200.

Für die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer will ich mich stark machen. Das ist sozialdemokratische Politik!“

In Berlin will ich mich für diese drei lokalen Themen besonders einsetzen:

Michael Maurer: „Grundsätzlich müssen in den ländlichen Gebieten in den wichtigsten Bereichen gleichwertige Lebensverhältnisse wie in urbanen Regionen geschaffen werden. Dazu zähle ich insbesondere die Digitalisierung, die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und eine umfassende Gesundheitsversorgung und gute Pflege im Alter. Wir brauchen flächendeckend schnelles Internet und dringend die Beseitigung von Funklöchern im Mobilfunk. Damit schaffen wir auch Grundlagen für den Ausbau der Wirtschaft.

Wir müssen auch in ländlichen Regionen dafür sorgen, dass gerade junge Menschen bezahlbaren und anständigen Wohnraum finden. Die Finanzierung von Mieten darf kein Grund sein, junge Leute von der Gründung einer Familie abzuhalten.

Die Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum muss sichergestellt werden. Letztlich gehört sie in staatliche Hände. Das ist wie mit der Bildung – Gesundheitsversorgung darf nicht vom Geldbeutel abhängig sein. Und gerade in den ländlichen Räumen haben wir zunehmend Nachholbedarf. Wir müssen Gesundheitspolitik im Sinne der Menschen betreiben. Das ist ein dickes Brett. Aber ich will dieses Brett ‚Gesundheitspolitik‘ bohren.“

Die Hunsrück Klinik fordert eine weitergehende finanzielle Unterstützung ihrer Geburtsstation durch die öffentliche Hand. Ist das gerechtfertigt?

Michael Maurer: „Nach der geltenden Rechtslage muss die Hunsrück-Klinik defizitäre Abteilungen durch ihr Gesamtbudget finanzieren – solange die gesamte Klinik eine ‚schwarze‘ Bilanz ausweist. Ich sehe aber den Staat und die Gesellschaft und letztlich uns alle in der Pflicht, eine gute finanzielle Ausstattung der medizinischen Versorgung zu ermöglichen. Für mich ist es eine Aufgabe staatlicher Vor- und Fürsorge – wie die Bildung oder innere Sicherheit.“

Der Flughafen Hahn soll nach der Insolvenz des chinesischen Mutterkonzerns HNA Group an einen neuen Investor gehen. Wie sehen Sie die Zukunft des Airports?

Michael Maurer: „Von einem neuen Investor am Hahn ist mir nichts bekannt. Der Flughafen ist – abgesehen von dem 17,5-Prozent-Anteil des Landes Hessen – in Privatbesitz. Als Frachtflughafen liegt er an vierter oder fünfter Stelle in Deutschland. Die Passagierzahlen sind sicher ausbaufähig. Ich persönlich gehe von einer positiven Zukunft des Hunsrück-Airports aus.“

Viele im Hunsrück beklagen die hohe Zahl an Windrädern, jetzt boomen hier die Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Wann hat die Region genug für den Wandel zu erneuerbaren Energien getan?

Michael Maurer: „Die Ausweisung der Flächen und der Bau der Anlagen liegt vor allem im Ermessen der Kommunen. Nach meiner Auffassung sollten Photovoltaikanlagen nicht zulasten von landwirtschaftlichen Flächen errichtet werden. Hier gibt es noch viele Möglichkeiten in bebauten Ortslagen – zum Beispiel auf privaten oder gewerblichen Hausdächern oder auf gewerblichen Flächen. Fakt ist, den Klimawandel gibt es nicht zum Nulltarif.“

Klimaschutz bedeutet Einschränkung des Individualverkehrs. Gleichzeitig fahren leere Busse durch den Rhein-Hunsrück-Kreis. Wie kann die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden?

Michael Maurer: „Die Kreisverwaltung Rhein-Hunsrück hat es – trotz mehrfacher Anregungen und Anträge des Kreistages – bisher nicht geschafft, eine entsprechende Werbung für den ÖPNV auf den Weg zu bringen. Es fehlen jegliche Initiativen, den Menschen im Kreis deutlich zu machen, wie attraktiv der ÖPNV tatsächlich ist. Dabei sind wir durch Verträge auf viele Jahre gebunden und zahlen hohe Millionenbeträge für die leeren Busse. Allein das ist Grund genug, mit allen Mitteln für unseren ÖPNV im Rhein-Hunsrück-Kreis zu werben.“

Die vierte Corona-Welle wird vor allem Kinder und Ungeimpfte treffen. Welche Strategie würden Sie zur Eindämmung der Pandemie in Bezug auf beide Gruppen verfolgen?

Michael Maurer: „Impfen, Impfen, Impfen. Jetzt hat sogar die Ständige Impfkommission die Empfehlung zur Impfung von Kindern ausgesprochen. Das sind medizinische Fachleute, auf deren Rat ich als Nichtmediziner hören muss.“

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