KULTUR
„Ein absoluter Verlust“

Leiter Urs Spörri verlässt die Heimat-Europa-Festspiele

Urs Spörri verlässt Simmerner Filmfestspiele
Foto: Dirk Eikhorst Urs Spörri (l.) verlässt Simmerner Filmfestspiele

Nach nur zwei Spielzeiten verlässt Urs Spörri, der Leiter der Heimat-Europa-Festspiele, „die Heimat der Heimat“ in Richtung Baden-Baden – er hat seinen Vertrag mit der Stadt Simmern gekündigt. Bürgermeister Dr. Andreas Nikolay bezeichnete den Abgang Spörris als absoluten Verlust.

„Wir wussten, dass er sehr umworben ist“, sagte Nikolay gegenüber Hunsrück News, er hatte aber zumindest die Hoffnung, dass Spörri noch die „Himmelsrichtungen“ beim Filmfest absolvieren würde. 2021 zeigte der Kompass nach Norden, es wurden Filme aus Skandinavien zusammen mit deutschen Beiträgen ins Rennen um den Hauptpreis „Edgar“ geschickt. Bis 2024 sollten noch Ost-, Süd- und Westeuropa folgen.

Filmwissenschaftler und Kulturmanager Spörri hatte 2019 die Beiträge beim ersten Heimat-Europa-Festival als künstlerischer Leiter kuratiert, „nach diesem Beschnuppern“ hätten sich Spörri und die Stadt Simmern auf eine feste Zusammenarbeit geeinigt, erklärte Nikolay. 2020 mussten die Festspiele als Autokino stattfinden, 2021 wegen Corona noch in abgespeckter Form. Knapp 3000 Zuschauer waren zu den einzelnen Veranstaltungen gekommen. Nikolay: „Ich freue mich, dass es so gut angenommen wurde.“

„Das Festival war aufregend, belebend und auch spannend“, sagte Nikolay, der das Event „immer auf dem Weg der Veränderung, der Verbesserung und der Erweiterung“ sieht. Insofern könnten durch auch neuen Festspielleiter auch neue Impulse gesetzt werden, meint der Bürgermeister.

Er erklärte, dass die Stadt jetzt über ihre Kontakte zu Festspiel-Schirmherr Edgar Reitz, dem Schöpfer des dreiteiligen Epos „Heimat“, und zum Kultusministerium nach einem Nachfolger suchen werde: „Es ist schade, Spörri ist ein guter Mann, wir werden ihn jetzt ersetzen müssen.“

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