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Anrufe, Schreiben. Besuche

Landeskriminalamt warnt vor Corona-Trickbetrügern

Corona-Betrug
Foto: Grey_Coast_Media Die Verunsicherung argloser Senioren wird nicht nur am Telefon ausgenutzt

Der mit Corona infizierte Enkel am Telefon oder der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes an der Tür, der bei den Impfunterlagen helfen will – Betrüger passen ihre Maschen der aktuellen Pandemie-Lage an. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz warnt daher vor Kriminellen, die versuchen, die aktuelle Versicherung auszunutzen.

Die Täter würden sich als mit dem Virus infizierte Enkel, Mitarbeiter einer Impfstofffirma, Ärzte oder Bundesinfektionsstelle ausgeben, um mit erfundenen Geschichten wie angeblichen Arztrechnungen, Corona-Tests oder privat angebotenem Impfstoff schnell an Geld zu kommen, erklärt das LKA.


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Hierzu betont das Landeskriminalamt ausdrücklich: Es werden keine unangemeldeten Corona-Tests an der Haustür durchgeführt, es gibt keine Impfstoffe auf dem freien Markt zu kaufen.

In Ludwigshafen kam es in der vergangenen Woche zu einem Fall, bei dem zwei Unbekannte einen vierstelligen Betrag erbeuteten: Sie klingelten bei einer 80-Jährigen und gaben vor, beim Ausfüllen der Formulare für die Corona-Impfung zu helfen. Da die Seniorin kurz zuvor mit dem Gesundheitsamt wegen einer Corona-Impfung telefoniert hatte, schöpfte sie keinen Verdacht und ließ die Personen in ihre Wohnung. Eine Person täuschte einen Toilettengang vor und entwendete aus der Wohnung Schmuck und Wertgegenstände.

Außerdem warnt das LKA vor betrügerischen Anrufen zu angeblichen Impfterminen. Termine werden nur vergeben, wenn die Berechtigten selbst die Hotline (0800/5758100) anrufen. Termine in Alten- und Pflegeheimen werden von der Einrichtungsleitung organisiert.

Auch gefälschte Schreiben zu angeblich bevorstehenden Impfterminen sollen die Bevölkerung weiter verunsichern. Die Ermittler warnen ausdrücklich davor, Informationen über tatsächliche Impftermine preiszugeben.

Solche Vorfälle und verdächtige Situationen sollten sofort der örtlichen Polizeidienststelle gemeldet und im Notfall die 110 gewählt werden. Wer Opfer einer der Betrugsmaschen wird, sollte zudem unbedingt Anzeige erstatten.

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