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Raumordnungsverfahren

Land setzt ersten Pfeiler für die Mittelrheinbrücke

MIttelrheinbrücke
Foto: WikiImages SPD will Signal für Mittelrheinbrücke setzen

Seit Jahrzehnten wird im oberen Mittelrheintal über eine Brücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen gestritten: Könnte die Querung ein Segen für Wirtschaft und Kultur sein oder wäre sie nur ein Schaden für Natur und Welterbe? Und wer soll das bezahlen?

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hat für die geplante Mittelrheinbrücke vor Ort das Raumordnungsverfahren formell eingeleitet. Jetzt soll die verträglichste Lösung gefunden werden.


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Man könnte sagen, dass der Innenminister damit symbolisch den ersten Brückenpfeiler in den Rhein gerammt hat.

„Mit der formellen Einleitung des Raumordnungsverfahrens (ROV) ist nun ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung der für die Region so wichtigen Verbindung gegangen worden“, betonte Lewentz.

Die Ergebnisse der Voruntersuchungen und des Raumordnungsverfahrens (ROV) sollen dann die Grundlage für das weitere Planungsverfahren bilden. Durch das ROV soll „die Raumverträglichkeit der Querungsvarianten zur Mittelrheinquerung überprüft und die raumverträglichste Lösung“ festgestellt werden.  

Als nächster Schritt stünden nun die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und die öffentliche Auslegung der Unterlagen an, erklärte das Innenministerium. Dies werde zeitnah durch die SGD-Nord erfolgen. Daran würde sich die Auswertung anschließen.

Nach Abwägung der betroffenen Belange und der Vorlage der Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees wird das ROV durch einen raumordnerischen Entscheid abgeschlossen.

Aufgrund der komplexen Abstimmungsverfahren mit dem Welterbezentrum gehen die zuständigen Landesplanungsbehörden von einem Zeitraum von circa eineinhalb Jahren bis zur Veröffentlichung des dieses Entscheides aus.

„Die Mittelrheinquerung ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt mit hoher Bedeutung für die Region. Sie wird eine dauerhafte Verbindung zwischen den Orten auf beiden Rheinseiten schaffen und für die Bürgerinnen und Bürger wie auch für die Unternehmen neue Chancen eröffnen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt.

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