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Kreisstraßenbauprogramm

Diese Straßen sollen bis Ende 2025 saniert werden

Kreisstraßenbauprogramm
Foto: Dirk Eikhorst Die Forsthausstaße in Kastellaun (K27) soll im Jahr 20222 erneuert werden

Uneben, rissig, geflickt und mit Spurrillen: Jeder Autofahrer kann von dieser einen Straße berichten, die längst einer Sanierung bedurft hätte.

Insgesamt 26 Straßen und sechs Bauwerke hat der Rhein-Hunsrück-Kreis jetzt in das Kreisstraßenbauprogramm aufgenommen. Sie sollen in den Jahren 2021 bis 2025 saniert werden. Der Kreisausschuss hat das Programm in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen. Kostenpunkt: 15,48 Millionen Euro.

Thomas Wagner, Leiter des Landesbetriebes Mobilität (LBM) in Bad Kreuznach, und Ingenieurin Tina Priese haben den Kreisausschussmitgliedern die einzelnen Maßnahmen vorgestellt, die jetzt noch vom Kreistag am 14. Dezember abgesegnet werden müssen.

Exemplarisch ging Priese dabei auf die Kreisstraße 55 in Simmern ein, die „ein deutliches Rissbild“ aufzeige und jetzt im Vollausbau mit Verbreiterung von durchschnittlich sechs Metern auf 6,5 Meter ausgebaut werden soll. Die Maßnahme ist für 2021 vorgesehen. Außerdem berichtete die LBM-Ingenieurin von der Stützwand an der K93 in Oberwesel aus dem Jahr 1890. Diese sei verformt und zur Straße geneigt. Außerdem seien einzelne Steine herausgefallen und die Abdeckung klinge hohl. Baubeginn 2021.

Für die Ortsdurchfahrten, freien Strecken und die Ingenieurbauwerke hat das LBM Gesamtkosten von 15,48 Millionen Euro errechnet. „Die Landesförderung im Kreisstraßenbau beträgt 65 bis maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Bauausgaben“, erklärte Doris Becker, die Pressesprecherin des Landkreises, „der Rest verbleibt als Eigenanteil.“ Sie erklärte aber auch, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis im Vergleich zu anderen Kreisen einen um fünf Prozent erhöhten Fördersatz erhalte. Dies ergebe sich aus der überdurchschnittlich hohen Kreisstraßenlänge im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Heißt: Zwischen 3,87 und 5,42 Millionen Euro muss Kreis in den nächsten fünf Jahren selbst aufbringen.

Auf die Nachfrage hin, warum sich einige Baumaßnahmen trotz Festschreibung im Bauprogramm immer wieder verzögern würden, lieferte Thomas Wagner einen Strauß von Widrigkeiten, mit denen seine Behörde zu kämpfen habe: eingeschränkte Planungskapazitäten, schwierige Baurechtsbeschaffung, Auslastung der Bauwirtschaft, Corona und der steigende Aufwand durch gesetzliche Vorgaben etwa beim Umweltschutz oder dem Wasserrecht.

Daniela Lukas-von Nievenheim, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90 / Die Grünen, wollte wissen, zu welchen Straßenbauprojekten Radwege als begleitende Maßnahme geplant worden seien. Knappe Antwort von Thomas Wagner: „Zu keinen.“ Er betonte, dass Radwege ein Thema seien, diese aber auch Geld kosten würden, seine Behörde können im Einzelfall prüfen, ob ein Radweg Sinn ergebe. Landrat Marlon Bröhr verwies auf das Projekt „Klimaschutz durch Radverkehr“, zu dem es auch schon eine Bürgerbeteiligung gegeben habe und das kurz vor dem Abschluss stehe.

Hunsrück News zeigt die einzelnen Bauprojekte, deren Kosten und den Zeitraum, in dem diese realisiert werden sollen.

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