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Inzidenz dritten Tag über 50

Kreis zieht frühestens Dienstag die Corona-Notbremse

Landrat Marlon Bröhr muss die Corona-Regeln anpassen
Montage: Dirk Eikhorst Landrat Marlon Bröhr muss die Corona-Regeln anpassen

Am 9. März hatte der Rhein-Hunsrück-Kreis erstmals nach über 140 Tagen wieder eine Inzidenz von unter 30. Seitdem rollt die dritte Welle – und die Corona-Regeln werden weiter gelockert. Am Montag soll schließlich die Außengastronomie unter Hygienebedingungen öffnen. Es gibt aber eine Notbremse …

Steigt die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 50 müssen Kreise und Städte bei den Corona-Lockerungen den Rückwärtsgang einlegen – eine Allgemeinverfügung muss innerhalb von 24 Stunden erlassen werden. Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat vom Gesundheitsministerium eine Gnadenfrist bis Dienstag bekommen.


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„Weil erst am Samstag die 18. Coronabekämpfungsverordnung erlassen wurde, hat das Gesundheitsministerium gesagt, wir sollten erstmal noch nichts machen“, sagte Landrat Marlon Bröhr zu Hunsrück News. „Am Montag werden wir uns dann abstimmen und gegebenenfalls eine Allgemeinverfügung erlassen.“

Dafür gebe es in der neuen Verordnung eine Muster-Verfügung, die die Rückkehr zum Termin-Shopping in bestimmten Branchen vorsieht, die Breitensport wieder weiter einschränkt, Proben und Auftritte der Breiten- und Laienkultur werden wieder untersagt.

Das Muster könne aber gegebenenfalls für den Rhein-Hunsrück-Kreis angepasst werden, erklärte Marlon Bröhr. „Ich bin ja eher ein Freund des Weniger“, sagte der Landrat.

Hoffnung allerdings, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) bis dahin wieder Werte unter 50 für den Kreis meldet, hat auch Bröhr nicht wirklich. Er hat dafür aber eine einfache Erklärung: „Wer viel testet, der findet auch viel“, meint er und spielt damit auf die seit vergangener Woche eingerichteten Testzentren an. „Ich glaube nicht, dass die Inzidenz wirklich steigt.“

Die Allgemeinverfügung wir so lange in Kraft bleiben, bis die 7-Tage-Inzidenz mindestens sieben Tage in Folge unter 50 liegt. Entwickelt sich der Wert in die andere Richtung, wird die zweite Notbremse reingehauen. Nach drei Tagen über 100 gelten dann beispielsweise wieder die verschärften Kontaktbeschränkungen.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Diskrepanzen zwischen den Werten des RKI und denen des Landkreises gegeben, jetzt soll zur Vereinheitlichung aller Kommunen nur noch auf den RKI-Wert geschaut werden – obwohl die Daten der Kreisverwaltung nach dessen Ansicht präziser sind.

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