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An Tankstelle in Idar-Oberstein

Kassierer (20) wegen Maskenpflicht erschossen

Tankstelle Idar-Oberstein
Foto: Sebas Trauer über die tödlichen Schüsse auf den Kassierer

Alexander W. (20) musste sterben, weil der 49-jährige Tankstellen-Killer von der Maskenpflicht genervt war. Das hat Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Polizeipräsidium Trier in der Göttenbach-Aula in Idar-Oberstein erklärt.

Die unfassbare Tat: Der 49-jährige Mann aus dem Kreis Birkenfeld betrat die Tankstelle an der Hauptstraße um 19.42 Uhr und wollte zwei Sixpack Bier kaufen. Dabei trug er keinen Mund-Nasen-Schutz. Der Kassierer wies ihn darauf hin und verweigerte den Verkauf des Alkohols.

Tankstelle Idar-Oberstein
Foto: Sebastian Schmitt Pressekonferenz in der Göttenbach-Aula in Idar-Oberstein


Beim Rausgehen drohte der spätere Killer mit erhobener Faust dem jungen Tankstellen-Angestellten. Um 21.30 Uhr erschien er dann erneut in der Tankstelle und kam mit einem Sechser-Pack Bier zum Verkaufstresen.

Nach seiner Verhaftung hatte er bei der Polizei angegeben, dass er sich daheim immer mehr über die Situation geärgert und dann die spätere Tatwaffe eingesteckt habe. Seine hinterhältige List: Er trug beim zweiten Betreten der Tankstelle die Maske bewusst falsch, um eine Reaktion des Kassierers zu provozieren.

Als Alexander W. erneut auf die für alle gültigen Regeln in der Tankstelle hinwies, zog der Mann seine Waffe und schoss dem 20-Jährigen gezielt in den Kopf. Das Opfer war sofort tot. Der Killer flüchtete zu Fuß.

Der Täter stellte sich am Sonntagmorgen der Polizei in Idar-Oberstein. Im Laufe des Tages sagte er im Beisein seines Anwalts aus, dass er bei seinem ersten Besuch die Maske lediglich vergessen habe.

Kassierer an Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen
Foto: Polizeipräsidium Trier Kassierer an Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen

Nachdem der Kassierer ihn erneut auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte, zog er wie geplant seine Waffe und „diese ohne zu zögern abgefeuert“, wie Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann erklärte. Ihm sei klar gewesen, dass er sein Opfer getötet habe.

Das Motiv: „Er gab an, dass ihn die Situation der Corona-Pandemie stark belaste, er habe sich immer weiter in die Ecke gedrängt gefühlt und jetzt keinen anderen Ausweg gesehen, als ein Zeichen zu setzen. Dabei schien ihm auch das Opfer verantwortlich, weil dieses die Regeln durchgesetzt habe.“

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