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Wegen Unsicherheit durch Corona

Jugendliche wählen spontaner den Ausbildungsweg

Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist der Ausbildungsmarkt eingebrochen: Weniger Berufsausbildungsstellen stehen noch weniger Bewerber entgegen. Zudem führe die unsichere Situation in Pandemiezeiten zu verspäteten Verfahren und mitunter zu kurzfristigen Entscheidungen für die unterschiedlichen Ausbildungswege, meldete die Arbeitsagentur.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 367 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, das waren zwölf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zugleich gab es 675 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, was einem Minus von neun Prozent entspricht. Das führte aber auch dazu, dass die Zahl der noch unversorgten Bewerber Ende April bei 172 (-20%) und die der offenen Ausbildungsstellen bei 445 (-16,5%) lag.

Die Arbeitsagentur in Bad Kreuznach betonte aber auch, dass man sich noch früh im Ausbildungsjahr befinde, die slasse noch viel Spielraum für Bewegung am Markt.


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Die unsichere Situation für Bewerber und Ausbildungsbetriebe führe auf beiden Seiten zu einer eher späten und kurzfristigen Entscheidung für Ausbildung – mit branchenspezifischen Unterschieden. Die Vorstellungstermine fänden persönlich, aber verzögert statt. Aufgrund der Hygienebestimmungen würden zudem weniger Praktika vor Ausbildungsbeginn absolviert, meldete die Arbeitsagentur.

Generell setze sich die Erholung am Arbeitsmarkt auch im April fort, sagte die Leiterin der Arbeitsagentur Gundula Sutter: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung.“ Im April waren im Rhein-Hunsrück-Kreis genau 2487 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote fiel von 4,3 Prozent auf 4,2 Prozent.

Dennoch: DIe Kurzarbeit ist weiter auf hohem Niveau und die Abgänge aus Arbeitslosigkeit führten eher in die Aus- und Weiterbildung und nicht in neue Arbeitsverhältnisse.

Der Bedarf der regionalen Unternehmen und Institutionen nach Arbeitskräften lag im April bei 219 offenen Stellen. Der Vergleich zum Vorjahresmonat offenbare die Intensität des damaligen Einbruchs am Arbeitsmarkt zu Beginn der Pandemie – im April 2020 seien lediglich 53 offene Stellen angeboten worden. Derzeit kann die Arbeitsagentur eine Bestand von 1017 offenen Stellen vermelden.

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