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Kampf gegen Corona in Altenheimen

„Jetzt nachzulassen, wäre das völlig falsche Signal“

Seniorenzentrum Simmern Hildegard-von-Bingen
Foto: Dirk Eikhorst Alle Angehörigen und Besucher werden beim Betreten der Einrichtung auf das Virus getestet

Alten- und Pflegeheime waren lange Zeit die Hotspots der Corona-Pandemie. Das Virus verbreitete sich rasend schnell unter den auf begrenztem Raum zusammenlebenden Bewohnern – auch die Mitarbeiter infizierten sich. Mittlerweile sind in allen Einrichtungen im Rhein-Hunsrück-Kreis beide Impfdosen verabreicht worden. Die Zahl der Fälle tendiert gegen null.

Während draußen die dritte Welle tobt und die Infiziertenzahlen in die Höhe schnellen, herrscht auch im Seniorenzentrum Simmern angespannte Ruhe. Das Haus ist seit Wochen frei von Corona. Für Einrichtungsleiter Thorsten Schmidt kein Grund zur Entwarnung: „Unsere Hygienemaßnahmen bleiben auf hohem Niveau. Jetzt nachzulassen, wäre das falsche Signal.“

Während der zweiten Welle war das Hildegard-von-Bingen-Seniorenzentrum besonders betroffen. Zeitweise waren fast 60 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Vier Senioren seien „an oder mit dem Virus“ gestorben, berichtete Schmidt. „Die hatten aber alle ein stolzes Alter, waren über 90 Jahre. Man weiß natürlich nicht, ob eine andere Infektion zu einer ähnlichen Schwächung geführt hätte.“


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Am 8. Januar wurden die ersten Impfungen im Seniorenzentrum verabreicht – das Haus war eines der ersten, das das mobile Impfteam aufsuchte. Schmidt schätzt, dass es eine Impfbereitschaft von 80 Prozent bei den Mitarbeitern und eine etwas höhere bei den Bewohnern gegeben habe. Nur, zu diesem Zeitpunkt verbreitete sich das Virus längst über die Flure des Altenheims. Und Infizierte wurden nicht geimpft.

Am 5. Februar erfolgte dann die zweite Impfung. „Wir haben jetzt eine ziemlich hohe Immunitätsrate von 80 bis 85 Prozent“, schätzt der Einrichtungsleiter, „entweder durch I…

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