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Kampf gegen Corona im Kreis

Inzidenz fällt auf knapp über 50 – wo liegen die Gründe?  

Faktencheck zur Corona-These von Landrat Marlon Bröhr
Foto: Dirk Eikhorst Landrat Marlon Bröhr begründete die hohen Zahlen auch mit dem späten Impfstart

Das Infektionsgeschehen hat sich deutlich verlangsamt: Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums aktuell bei 52,3 und hat sich damit innerhalb von nur einer Woche fast halbiert. Damit liegt der Rhein-Hunsrück-Kreis nur noch leicht über dem Landesdurchschnitt.

Zeit für einen Faktencheck! Vor Kurzem war der Landkreis noch die Kommune mit der höchsten Inzidenz in Rheinland-Pfalz. Damals sagte Landrat Marlon Bröhr im Hauptausschuss, dass der späte Impfstart im Kreis eine Ursache für die hohen Zahlen gewesen sein könne.


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„Auf eine gewisse Art und Weise, so glauben wir, hängt es damit zusammen, dass wir Opfer sind von sehr niedrigen Zahlen in den vergangenen Monaten“, sagte Bröhr, denn zum Stichtag 16. Dezember wurden die Kreise für einen früheren Impfstart ausgewählt, die sehr hohe Inzidenzzahlen hatten.

Außerdem merkte Landrat Bröhr an, dass sich etwa die Hälfte des Infektionsgeschehens in Einrichtungen der Altenpflege abspiele und legte damit nahe, dass die Wohnsituation in den zum Teil großen Einrichtungen dazu beigetragen haben könnte, dass sich das Virus leichter verbreitete.

Hunsrück News hat die relevanten Zahlen zusammengetragen: Was auffällt, ist, dass die Impfungen in den Altenheimen keinen sofortigen Effekt auf das Infektionsgeschehen hatten. Selbst nach dem Start der Zweitimpfungen befand sich die Zahl der Infizierten in den Einrichtungen auf einem stabilen Niveau.

Außerdem ist aus der Grafik ersichtlich, dass der Anteil des Infektionsgeschehens in den Einrichtungen nur einmal annähernd 50 Prozent erreichte, als der Ausbruch in der Hunsrück Klinik zu verzeichnen war. Der Anteil lag in der übrigen Zeit eher bei einem Drittel.

Nachdem die Hotlines zur Terminabsprache für eine Corona-Impfung für Lehrer und Erzieher geöffnet wurde, dürfen sich ab 6. März nun auch Menschen mit Vorerkrankungen und Kontaktpersonen von Schwangeren und Pflegebedürftigen anmelden. Rheinland-Pfalz ist mit einer Impfquote von 3,4 Prozent weiter Spitzenreiter in Deutschland.

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