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Keine ausreichende Lieferung von Impfstoff

Impfzentrum geht für einen Tag in Zweischicht-Betrieb

Impfzentrumschef Christian Poh
Foto: Dirk Eikhorst Impfzentrums-Chef Christian Poh

Die Impfungen mit dem Impfstoff der Firma AstraZeneca sind auch in Deutschland gestoppt – es hatte in mehreren europäischen Ländern Fälle von Kopfvenenthrombosen und Hirnblutungen gegeben. Ob ein direkter Zusammenhang mit dem Impfstoff besteht, ist noch reine Spekulation.

1200 Impfungen pro Tag – so war der Plan des Landesimpfkoordinators Dr. Wilhelm für das Impfzentrum in Simmern. Auch ohne den AstraZeneca-Stopp sähe die Realität anders aus. Es fehlt noch immer an genügend Impfstoff!


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Vergangene Woche sah es so aus, als könnte das Impfzentrum in Simmern endlich den Fuß von der Bremse nehmen. Waren bislang rund 220 Impfdosen pro Tag verabreicht worden, sollte sich dieser Wert nach dem Willen von Dr. Wilhelm jetzt vervielfachen. Die Prio-Gruppe II wurde schon in die Startlöcher gebeten.

„Wir haben wie gefordert am Montag das medizinische Personal und die Verwaltungskräfte für 1200 Impfungen bereitgestellt“, erklärte Christian Poh, der Leiter des Impfzentrums in Simmern gegenüber Hunsrück News. Tatsächlich verimpft worden, seien am Montag 240 Dosen. „Der limitierende Faktor ist nach wie vor die begrenzte Lieferung von Impfstoff.“

Und die Prognose für diese Woche sieht nicht viel besser aus: „Mittwoch ist der erste und vorerst einzige Tag, an dem im Zweischicht-Betrieb gearbeitet wird. Die erste Impfung wird ab 7.30 Uhr erfolgen, der letzte Check-in zur Impfung wird um 21.15 Uhr sein“, erklärte Poh. Der Plan: Rund 600 Dosen sollen gespritzt werden.

Schon vor dem Impfstopp von AstraZeneca hatte es gewisse Vorbehalte gegenüber dem Impfstoff gegeben – bis hin zur Verweigerung des angebotenen Impfstoffs. „Es wurden in Simmern relativ wenige Termine nicht wahrgenommen, das lag im einstelligen Prozentbereich und spielte sich in den ersten Tagen ab, an denen AstraZeneca zum Impfen freigegeben war“, berichtet Poh.

Wann wird das Impfzentrum also die von Dr. Wilhelm anvisierte Menge verimpfen können? „Alle Impfzentren werden am Donnerstag eine Videokonferenz mit dem Gesundheitsministerium haben. Dann werden wir sehen, wie konkret die Lieferzahlen werden.“

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