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Land bekommt 30 000 Dosen weniger

Impfstoff knapp: Termine im Impfzentrum werden verlegt

Erste Impfdosen im Impfzentrum in Simmern verabreicht
Foto: KMZ/RHK Termine im Impfzentrum Simmern müssen verschoben werden

Schlechte Nachrichten aus Berlin: Bereits am Freitag hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Länder darüber informiert, dass es zu Lieferschwierigkeiten beim Corona-Impfstoff kommt. Jetzt ist klar in welchem Ausmaß.

Rheinland-Pfalz bekommt in den nächsten Wochen 30 000 Impfdosen weniger als geplant. Deswegen müssen auch im Impfzentrum in Simmern Termine verlegt werden. Zweitimpfungen finden aber weiter statt.


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Seit dem Impfstart am 7. Januar konnten in Simmern 700 Menschen geimpft werden (Stand 17.1.). Damit liegt das Impfzentrum bislang gut im Plan. Der sah vor, dass täglich 110 Impfdosen verabreicht werden, ab Februar sollten es nach Öffnung der zweiten Impfstraße 220 sein.

Der Engpass macht diese Planungen zunichte: „Das führt dazu, dass bereits vereinbarte Termine in den Impfzentren für Erstimpfungen ab kommender Woche verschoben werden müssen. Zweitimpfungen finden weiterhin statt“, erklärte der Landesimpfkoordinator Dr. Alexander Wilhelm.

Ein mobiles Impfteam wird aber weiter die Altenheime im Landkreis aufsuchen und Bewohner und Mitarbeiter impfen. Dies sei „in den kommenden Wochen sichergestellt“, erklärte der Landesimpfkoordinator. 

Das mobile Impfteam war bislang in acht Einrichtungen: In den Altersheimen Mühlbad und Belgrano in Boppard, im Haus Ursula in Gemünden, in Simmern im Hildegard-von-Bingen-Haus und im Puricelli-Altenheim in Rheinböllen sowie St. Michael in Kirchberg, dem Altenheim in Beltheim und der Seniorenwohngemeinschaft in Külz wurden zusammen 822 Bewohner und Mitarbeiter geimpft.

Das Gesundheitsministerium in Mainz bezeichnete die Kürzung der Impfstofflieferung als deutlichen Dämpfer für die erfolgreiche Impfkampagne.

Landesimpfkoordinator Dr. Wilhelm: „Wir stellen als Land sicher, dass jeder Bürger, der impfberechtigt ist, schnell einen neuen Termin bekommt.“ Die Menschen, die ihre Erstimpfung bereits erhalten haben, sollen die zweite Impfung zum bereits mitgeteilten Termin erhalten.

Derweil meldet der Rhein-Hunsrück-Kreis 43 Corona-Tote, aktuell 236 Infizierte und eine 7-Tage-Inzidenz von 158.

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