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Auf Frankfurter Buchmesse

Hunsrücker Verlegerin lässt über Heimat diskutieren

Frankfurter Buchmesse
Foto: Frankfurter Buchmesse / Frankfurter Buchmesse

In ihrer bislang fünfteiligen, literarischen Erzählreihe „Hunsrücker“ hat Leona Riemann 500 Jahre Hunsrücker Geschichte aufgearbeitet – von August Minnich, dem Apothekenmörder von Rhaunen, über den Eremiten Fulgentius Opfermann bis hin zum Müller Anton Gräf, der 1883 unter mysteriösen Umstanden verschwand.

Jetzt schreibt Autorin und Verlegerin Riemann selbst Geschichte: Sie wird mit ihrem Verlag Hunsrücker auf der renommierten Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Ende Oktober wird sie den rund 300 000 Besuchern dort die Publikationen ihres Verlags präsentieren. Außerdem hat sie eine Podiumsdiskussion zum Thema Heimat organisiert.

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Die Frankfurter Buchmesse versteht sich als „Welthauptstadt der Ideen“, jährlich kommen mehrere Tausend Aussteller, nach der durch Corona bedingten Absage 2020 werden in diesem Jahr wohl wieder rund 300 000 Menschen in die Messehallen pilgern – davon allein die Hälfte Fachbesucher.

Leona Riemann
Foto: Jaqueline Felix Leona Riemann wohnt in Gödenroth

Fünf Bände hat Leona Riemann bereits mit Geschichten aus dem Hunsrück gefüllt, immer mit historischem Kern und spannend erzählt. Die Leidenschaft für die Region und ihre Geschichte, die habe mit einer Entdeckung zu tun, die wie eine Initialzündung gewesen sei, sagte Riemann gegenüber Hunsrück News.

Bei Kreershäuschen entdeckte sie ein Schild an einer Eiche, das davon kündete, dass Oberförster Großholz dort im März 1851 den letzten Wolf im Soonwald erlegt habe. Sie begann zu recherchieren und konnte familiäre Verbindungen zu einem im Hunsrück versteckten Scharfrichter aus dem Badischen und dem Generaldirektor des Orient-Express zutage fördern.

Leona Riemann versteht es, sich mit ihren Geschichten der Heimat zu nähern und zu erkunden, wie diese prägenden Einfluss auf das Leben der Menschen hat. Über die Heimat wird sie während der Frankfurter Buchmesse nicht nur an ihrem Stand diskutieren: Riemann hat sich für eine Podiumsdiskussion zum Thema Heimat renommierte Gäste aus dem Hunsrück eingeladen.

Mit dabei ist Josef Peil, der Heimatforscher und Autor betreibt die Seite „O-Ton-Hunsrück“, auf der Menschen selbst von ihrem Leben erzählen und so auch die Besonderheiten der hiesigen Sprache dokumentieren. Dr. Achim Baumgarten, Historiker und verantwortlich für den Rhein-Hunsrück-Kalender, wird ebenso wie Martina Helffenstein vom KaFF Hottenbach, einem der Kulturhotspots im Hunsrück, auf der Bühne Platz nehmen.

„Die Ansätze der Podiumsteilnehmer sind sehr unterschiedlich, so ist eine spannende und kontroverse Diskussion garantiert“, erklärt Leona Riemann. 


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