Bundestagswahl-KandidatenPOLITIK
Ich will in den Bundestag, weil …

Heinz-Alfred Wössner (Freie Wähler)

Heinz-Alfred Wössner
Foto: privat

Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt: Für den Wahlkreis 200 Mosel/Rhein-Hunsrück, zu dem der Landkreis Cochem-Zell, der Rhein-Hunsrück-Kreis und Teile des Landkreises Bernkastel-Wittlich gehören, bewerben sich zehn Kandidaten für das Direktmandat. Insgesamt rund 185 000 Menschen sind aufgerufen, mit ihrer Erststimme über den Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis zu entscheiden. Hunsrück News stellt die Bewerber vor …

STECKBRIEF

  • Name: Heinz-Alfred Wössner
  • Alter: 69
  • Geburtsort: Heilbronn
  • Erlernter Beruf: Diplom-Kaufmann, Ausstellungsorganisator mit Prokura
  • Familienstand: verheiratet, ein Kind
  • In Politik und Partei seit: 1998
  • Bisher höchste politische Funktion: Vorsitzender der Freien Wähler Konz, ehrenamtlicher Beigeordneter der VG Konz

Ich will Bundestagsabgeordneter werden, weil …

Heinz-Alfred Wössner: „… ich in meinen kommunalpolitischen Funktionen über die Jahre feststellen musste, dass die kommunalen Interessen sowohl im Bund als auch im Land immer weniger wahrgenommen werden und es eine Entwicklung zur Politik von oben nach unten gibt. Es wird Zeit, dass wieder die Entwicklung von unten nach oben geht. Mit den Freien Wählern sehe ich die Chance, dies zu erreichen, sodass ich im Laufe der Landtagswahlen mich dazu entschlossen habe, auch in die Partei einzutreten und mich dort zu engagieren.“

In Berlin will ich mich für diese drei lokalen Themen besonders einsetzen:


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Heinz-Alfred Wössner: „Auch in der Coronakrise wurden viele Entscheidungen ohne Ansehen der lokalen und regionalen Gegebenheiten getroffen, wie in vielen anderen Themenfeldern. Aus der Kommunalpolitik kommen kennt man die Sorgen und Nöte der Menschen und ihrer Kommunen bestens. Deshalb möchte ich in Berlin erreichen, dass die kommunalen Interessen im Bund wieder mehr in den Vordergrund gestellt werden. ​Weiterhin setze ich mich für den Ausbau der Mobilität durch bessere und sichere Straßen sowie kürzere Taktzeiten im ÖPNV ein. Auch der Erhalt der traditionellen Dorfkerne und unseres Weinanbaues mit den bekannten Steillagen ist mich wichtig. Ich sorge mich auch um die Sicherheit der Arbeitsplätze am Flughafen Hahn.“

Die Hunsrück Klinik fordert eine weitergehende finanzielle Unterstützung ihrer Geburtsstation durch die öffentliche Hand. Ist das gerechtfertigt?

Heinz-Alfred Wössner: „Jegliche Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen im ländlichen Raum, wie z.B. einer Geburtsstation, ist meines Erachtens gut investiertes Geld.“

Der Flughafen Hahn soll nach der Insolvenz des chinesischen Mutterkonzerns HNA Group an einen neuen Investor gehen. Wie sehen Sie die Zukunft des Airports?

Heinz-Alfred Wössner: „Der Flughafen Hahn ist notwendig für unsere Region. Er schafft Arbeitsplätze und führt zu Ansiedelung von weiteren Unternehmen. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, ihn mit der Hilfe von Partnern zu erhalten.“

Viele im Hunsrück beklagen die hohe Zahl an Windrädern, jetzt boomen hier die Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Wann hat die Region genug für den Wandel zu erneuerbaren Energien getan?

Heinz-Alfred Wössner: „Wenn wir unsere Energiesicherheit erhalten wollen, ist es notwendig, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den benötigten Strom ökologisch dort zu produzieren, wo die Möglichkeiten gegeben sind und man sowohl beim Naturschutz als auch bei den Belangen der Bürger einen Konsens findet. Insofern stellt sich nicht die Frage, wo die Grenzen sind, sondern wie man die Bürger sowohl in der Auswahl der Flächen als auch an den Einnahmen der Anlagen beteiligt.“

Klimaschutz bedeutet Einschränkung des Individualverkehrs. Gleichzeitig fahren leere Busse durch den Rhein-Hunsrück-Kreis. Wie kann die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden?

Heinz-Alfred Wössner: „Das kleine Land Luxemburg hat es vorgemacht. Dort ist der ÖPNV für alle kostenfrei. Man sollte überprüfen, ob nicht gerade unser ländlicher Raum sich dafür anbietet, ein ähnliches Modell als Testfall hier zu etablieren.“

Die vierte Corona-Welle wird vor allem Kinder und Ungeimpfte treffen. Welche Strategie würden Sie zur Eindämmung der Pandemie in Bezug auf beide Gruppen verfolgen?

Heinz-Alfred Wössner: „Hier gilt es Aufklärung durch Informationskampagnen zu schaffen. Die Verunsicherungen der Bevölkerung sind beträchtlich durch die Fakes und unterschiedlichsten Aussagen in den verschiedenen sozialen Medien, der Presse und in TV-Talks. Es muss jedem selbst überlassen sein, ob er sich oder seine Kinder impfen lassen will oder nicht. Ein Zwang darf es in einer liberalen Gesellschaft dazu nicht geben, andererseits können die, die bewusst das Risiko einer Erkrankung durch Nichtimpfen eingehen, auch nicht erwarten, dass die Bevölkerung die Kosten der Testungen über die staatlichen Haushalte trägt. Bürger, die aus gesundheitlichen Gründen nicht durch Impfungen geschützt werden können, sollten die Testungskosten von den Krankenkassen ersetzt bekommen.“

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