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Neues Warnstufen-System

Grün, grün, gelb: Das zeigt die Corona-Ampel im Kreis

Am Sonntag wird die neue Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft treten und damit ein neues System von Warnstufen, das über die Schutzmaßnahmen in den einzelnen Kreis und Städten entscheidet. Künftig werden neben der Inzidenz auch die Auslastung der Intensivbetten und die Zahl der ins Krankenhaus eingewiesenen Corona-Patienten wichtig. Hunsrück News zeigt schon jetzt, in welchen Farben die Corona-Ampel für den Rhein-Hunsrück-Kreis leuchtet.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte: „Wir begrüßen, dass die Inzidenzschwellen aus dem Bundesinfektionsschutzgesetz gestrichen werden. Stattdessen werden in Rheinland-Pfalz künftig die Faktoren Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbettenauslastung wesentliche Maßstäbe für weitergehende Schutzmaßnahmen sein.“

Kerstin Stiefel, Pressesprecherin des Landesuntersuchungsamtes, erklärte gegenüber Hunsrück News, dass ab Montag die relevanten Daten für alle bereitgestellt würden. Sie betonte: „Es wird aber nicht in die Vergangenheit gerechnet“ – heißt, die ersten Entscheidungen aufgrund der neuen Werte werden frühestens am Mittwoch getroffen. Bis dahin bleiben alle Kreise und Städte in Rheinland-Pfalz in der ersten Warnstufe.

So sehen die Werte aus, wenn schon jetzt auf die neue Corona-Ampel geachtet würde:

7-Tage-Inzidenz: GRÜN

Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen bezogen auf 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit Corona infiziert haben. Für die Corona-Ampel ist der jeweilige Wert der Kommunen entscheidend. Im Rhein-Hunsrück-Kreis ist die Inzidenz in den zurückliegenden Tagen sprunghaft angestiegen. Am Donnerstag meldete das Landesuntersuchungsamt allerdings nur sechs neue Fälle und damit eine Inzidenz von 77,5.


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  • Warnstufe I: Sieben-Tage-Inzidenz bis zu einem Wert von 100
  • Warnstufe II: 101 bis 200
  • Warnstufe III: 201 und mehr

Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz: GRÜN

Dieser Wert bestimmt sich nach der Zahl der Menschen je 100 000 Einwohner, die mit einer Covid19-Erkrankung in den vergangenen sieben Tagen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Als Grundlage dienen die Versorgungsgebiete gemäß dem Krankenhausplan des Landes Rheinland-Pfalz. Der Rhein-Hunsrück-Kreis liegt im Versorgungsgebiet Mittelrhein-Westerwald, zu dem auch die Stadt Koblenz und die Landkreise Ahrweiler, Westerwald und Altenkirchen sowie Neuwied, Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Rhein-Lahn zählen.

In den vergangenen sieben Tagen wurden in diesem Versorgungsgebiet 50 Menschen mit Corona stationär in ein Krankenhaus aufgenommen. Bezogen auf die 1 258 927 Einwohner in dieser Region, ergibt sich eine Hospitalisierungs-Inzidenz von 3,97.

  • Warnstufe I: Hospitalisierungsinzidenz kleiner als fünf
  • Warnstufe II: fünf bis zehn
  • Warnstufe III: größer als zehn

Anteil Intensivbetten: GELB

Der Leitindikator „Anteil Intensivbetten“ bestimmt sich nach dem prozentualen Anteil der Intensivbetten, die mit Corona-Patienten belegt sind. Diese Daten veröffentlicht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e. V. (DIVI) tagesaktuell. Die Ampel bezieht sich hier auf das gesamte Land Rheinland-Pfalz.

Die 94 Intensivstationen halten aktuell 1133 Betten vor, von denen 78 mit Corona-Patienten belegt sind. Das macht einen Anteil von 6,9 Prozent.

  • Warnstufe I: Anteil Intensivbetten bis sechs Prozent
  • Warnstufe II: sieben bis zwölf Prozent
  • Warnstufe III: mehr als zwölf Prozent
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