POLITIK
Nach Niederlage vor Gericht

Geierlay soll gegen „Hygieneabgabe“ wieder öffnen

Hängeseilbrücke Geierlay Mörsdorf
Foto: Dirk Eikhorst Die Hängeseilbrücke Geierlay in Mörsdorf soll bald vom Stacheldraht befreit werden

Nach dem erfolglosen Marsch durch die Instanzen der Verwaltungsgerichtsbarkeit hat sich die Gemeinde Mörsdorf dazu entschlossen, die Hängeseilbrücke Geierlay wieder zu öffnen. Um die Hygienevorschriften, die für freizeitparkähnliche Einrichtungen gelten, einhalten zu können, sollen mehrere Ordner abgestellt werden.

Die Öffnung der Hängeseilbrücke solle am kommenden Wochenende – also zwischen dem 9. und 11. Juli – erfolgen, wie mehrere Medien unter Bezug auf die Deutsche Presse Agentur berichteten. Allerdings soll die Überquerung der etwa 360 Meter langen Hängeseilbrücke dann mit Kosten verbunden sein. An drei bis sechs Euro soll die Gemeinde dabei gedacht haben.

Damit sollen die nötigen Maßnahmen, die nach der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung auch für die Brücke gelten, gegenfinanziert werden. Die „Hygieneabgabe“ wird für dann für die bis zu drei Ordner verwandt, die Mörsdorf nach Angaben von Bürgermeister Marcus Kirchhoff nicht aus eigenen Mitteln bezahlen könne. Weil die im Prinzip frei zugängliche Brücke bei der Errichtung mit EU-Geldern gefördert worden sei, dürfe nicht von einem „Eintritt“ gesprochen werden.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht in Koblenz die Auffassung der vorherigen Instanz bekräftigt hatte, wonach es sich bei der Brücke um eine einem Freizeitpark ähnliche Einrichtung handelt, hatte Kirchhoff schon gegenüber Hunsrück News angekündigt, dass Mörsdorf genau prüfen wolle, welche Vorschriften genau eingehalten werden müssten.

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