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Ministerin sagt Hilfe zu

Geburtsstation in Simmern soll nicht geschlossen werden

505 Babys sind in 2020 in Simmern zur Welt gekommen
ForoPatric Dressel

505 Babys kamen im vergangenen Jahr im Kreißsaal der Hunsrück Klinik in Simmern zur Welt – 505 kleine Wunder des Lebens. Wenn es nach den Wirtschaftsprüfern geht, sind es aber 300 Geburten zu wenig, um die Station kostendeckend zu betreiben.  

Seit sieben Jahren kämpft die Klinik in Simmern um die Finanzierung der Geburtshilfe-Station. Eine Schließung aus wirtschaftlichen Gründen wurde immer wahrscheinlicher. Jetzt hat Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler signalisiert, dass dies für sie nicht in Betracht kommt.

„Der wirtschaftliche Druck ist da“, bestätigt Krankenhausdirektor Rainier Frischmann. Für jede Geburt kann das Haus rund 3500 Euro abrechnen. Davon müssen Hebammen, Fachärzte, Kinderkrankenschwestern, Labor und OP-Personal finanziert werden.


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„Das bedeutet, dass mindestens 800 Geburten nötig sind. Eine Zahl, die von kleinen Krankenhäusern in ländlichen Gebieten nicht realisiert werden kann“, erklärt Dr. Goerke, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Hunsrück Klinik.

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