Anzeige
POLITIK
Stadtrat beschließt Neugestaltung

Emmelshausener „Sonderzug“ hält auf Park-Spielplatz

Emmelshausener Stadtrat beschließt Neugestaltung des Spielplatzes am Park
Foto: Dirk Eikhorst Emmelshausener Stadtrat beschließt Neugestaltung des Spielplatzes am Park

Knapp acht Jahre wurde diskutiert, jetzt soll alles ganz schnell gehen: Der Emmelshausener Stadtrat hat sich auf die Neugestaltung des Spielplatzes am Park geeinigt. Der Plan sieht auch ein Spielgerät vor, das die regionale Besonderheit der Stadt widerspiegeln soll.

130 000 Euro hat die Stadt für die Erweiterung des Spielplatzes hinter dem „Zentrum am Park“ im Haushalt geblockt. Im Bauausschuss wurde schon erörtert, in welche Spielgeräte das Geld investiert werden könnte, jetzt wurden die Einzelheiten festgezurrt:

Für den Kleinkinder-Bereich sollen eine Mini-Nestschaukel, eine Balanceecke, ein Sandbagger, eine Mini-Pirouette und Flüsterblumen angeschafft werden. Als Highlight soll ein individuell gestaltetes Spielgerüst von der Halsenbacher Firma Playtime angefertigt werden.

Die Räte wünschten sich die Sonderanfertigung eines Zuges, der mit allerlei Röhren und Sandaufzügen zum Spielen einlädt. „Ich würde mir ein Alleinstellungsmerkmal wünschen“, erklärte der erste Beigeordnete Dirk Hartwig, „wir sollten etwas anbieten, dass einen regionalen Bezug hat.“

Und da die Stadt nun einmal den einzigen noch aktiven Bahnhof im Kreis hat, fiel die Wahl auf eine Lokomotive. Der Sonderzug von Emmelshausen hält bald auf dem Spielplatz am Park.

Für die etwas größeren Kinder wird eine Seilpyramide „Spider“ angeschafft: acht Meter hoch und mit sechs Seilabspannungen versehen, an denen sich die Seile vernetzen. 76 Kinder sollen gleichzeitig auf dem Gerät spielen können.

Außerdem wird es einen Erwachsenenbereich geben, der mit zahlreichen Geräten zu Bewegung animieren soll: Vorgesehen sind ein Balancierbrett, eine Dip-Bank zur Stärkung der Oberkörpermuskulatur, ein Oberkörperergometer und jeweils ein mit Touchscreen versehener Crosstrainer und ein Citybike.

Abgerundet wird der Fitnessbereich durch ein Multifunktionsgerät, dass an zehn Trainingsstationen „Street Workout“ und Calisthenics möglich macht.

Einen Wasserspielplatz wird es auf diesem Areal nicht geben. Die Stadträte einigten sich darauf, dass ein solcher bei der Erschließung der restlichen Abschnitte des Neubaugebiets „Unter der Galgenhöh“ entstehen soll.

Nach acht Jahren Diskussion konnte es den Stadträten mit der Umsetzung dann nicht schnell genug gehen – immerhin standen Lieferzeiten von bis zu zehn Wochen für die Spielgeräte im Raum.

So einigte sich der Rat darauf, dass ein Vorratsbeschluss gefasst wird, um eine weitere Abstimmung nach der Einholung der Angebote zu vermeiden. Der günstigste Anbieter bekommt den Zuschlag – im Sommer sollen dann die Kinder schon im „Sonderzug“ spielen können.

Mehr zum Thema

Auch interessant
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"