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Missverständnis mit der Leitstelle

Ein kurioser Unfall auf der K5 wird zum Großeinsatz

Foto: Sebastian Schmitt

Ein Auto landet auf dem Dach – und das ist nicht einmal das Kurioseste an diesem Unfall … 

Am Montagabend kam ein junger Fahrer mit seinem Golf Kombi in einer engen, langgezogenen Linkskurve von der K5 ab, der Wagen überschlug sich und landete auf freiem Feld auf dem Dach. Der Mann konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien – wahrscheinlich wegen eines Übermittlungsfehlers wurde aus dem Unfall dann ein Großeinsatz!


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Und das kam so: Gegen 19 Uhr befuhr der junge Mann die Straße von Oberhausen in Richtung Hennweiler, als er in der Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug verlor. Dieses nach dem Überschlag auf dem Dach liegen und wurde so stark beschädigt, dass sich die Türen nicht mehr öffnen ließen.

Der Mann aus Idar-Oberstein konnte sich dennoch selbst befreien, setzte sich neben sein Fahrzeug und informierte ADAC und einige seiner Freunde. Die Polizei erfuhr von dem Unfall erstmal nichts, die Lage war überschaubar, der junge Mann äußerlich unverletzt. Erst als einige Fahrzeuge anhielten und ihre Hilfe anboten, muss wohl doch jemand die Wache in Kirn informiert haben.

Foto: Sebastian Schmitt

Da aber zu dem Zeitpunkt alle Streifen im Einsatz waren, musste von einer anderen Polizeiinspektion ein Wagen geschickt werden. Rund 40 Minuten nach dem Unfall machen sich dann die eingetroffenen Beamten ein Bild von der Lage am Unglücksort. Der Fahrer klagte nun doch über leichtes Unwohlsein.

Dann kam es irgendwie zu dem Verständigungsproblem: Über die Leitstelle wurde ein Krankenwagen angefordert, doch dort wurden stattdessen alle Hebel in Bewegung gesetzt. Ein Notarzt wurde zusätzlich zur Unfallstelle beordert, in Kirn und in Hennweiler gingen die Sirenen an: Feuerwehralarm.

Die Feuerwehr Hennweiler war zufällig gerade bei einer Übung nur wenige Hundert Meter entfernt. Unter Führung des stellvertretenden Wehrleiters der VG Kirner Land, Simon Schuck, waren die Einsatzkräfte in voller Montur in unter drei Minuten am Unfallort.

Da stand der junge Autofahrer aber schon 65 Minuten neben seinem Fahrzeug und das Abschleppunternehmen Kappler aus Bad Sobernheim war schon dabei den stark beschädigten VW Golf Kombi aufzuladen. 

Foto: Sebastian Schmitt
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