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Inzidenz, Mutationen, Impfungen

Drei Gründe für den neuen Lockdown

Foto: DragonImages, ragp, jirkaejc

Vor über einem Jahr hat Corona unser gesellschaftliches Leben in eine Starre versetzt: Kultur, Sport, Partys – all das ist seitdem nicht mehr oder nur in minimalsten Dosen vorhanden. Wir hangeln uns von Lockdown zu Lockerung und wieder zu Lockdown und immer so fort. Es entsteht eine Spirale des immer größer werdenden Abstands zu Freunden, Verwandten und oft auch Arbeitskollegen.

Und damit einhergehend wachsen Kritik und Unverständnis für Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus – oft auch, weil es die Politik nicht mehr schafft, die Notwendigkeit dieser Entscheidungen so zu kommunizieren, dass sie jeder nachvollziehen und einordnen kann.


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Hunsrück News zeigt in drei einfachen Grafiken, wieso wir nicht wieder einfach unser altes Leben zurückhaben können:

Anfang Dezember sind wir vom Lockdown light in den harten Lockdown gewechselt, die 7-Tage-Inzidenz lag fast flächendeckend über 100 und der Trend zeigte steil nach oben. Nach einem Peak bei rund 165 kam Ende des Monats die deutliche Entspannung – die genau zwei Wochen hielt.

Mitte Januar schnellte die Inzidenz wieder nach oben auf rund 160 und sank seitdem kontinuierlich bis zum 9. März auf 27,1. Diesmal wohl, weil die Anfang Januar gestarteten Impfungen – vornehmlich in den zuvor als Hotspots ausgemachten Altenheimen – ihre Wirkung zeigten.

Das Impfen kommt auch im Rhein-Hunsrück-Kreis nicht voran: Am 7. Januar wurden im Impfzentrum in Simmern die ersten Spritzen gesetzt. Seitdem haben genau 3246 Menschen beide Impfungen bekommen – das ist eine Impfquote von 3,15 Prozent.

Die Regierenden reagierten mit 5-Schritt-Öffnungsplänen, aber nebenbei verbreiteten sich die als deutlich ansteckender geltenden Virus-Mutationen in Deutschland.

50 der 130 Corona-Fälle, die in den vergangenen 14 Tagen im Rhein-Hunsrück-Kreis gemeldet wurden, sind auf eine mutierte Variante des Virus oder den Hinweis auf eine solche zurückzuführen. Genauer gesagt: Mehr als jeder Dritte Infizierte hat die britische Variante B.1.1.7.

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