Bundestagswahl-KandidatenPOLITIK
Ich will in den Bundestag, weil …

Dr. Marlon Bröhr (CDU)

Marlon Bröhr
Foto: Astrid Piethan

Am 26. September wird der 20. Deutsche Bundestag gewählt: Für den Wahlkreis 200 Mosel/Rhein-Hunsrück, zu dem der Landkreis Cochem-Zell, der Rhein-Hunsrück-Kreis und Teile des Landkreises Bernkastel-Wittlich gehören, bewerben sich zehn Kandidaten für das Direktmandat. Insgesamt rund 185 000 Menschen sind aufgerufen, mit ihrer Erststimme über den Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis zu entscheiden. Hunsrück News stellt die Bewerber vor …

STECKBRIEF

  • Name: Marlon Bröhr
  • Alter: 47
  • Geburtsort: Geilenkirchen
  • Erlernter Beruf: Zahnarzt, Landrat
  • Familienstand: verheiratet, zwei Kinder
  • In Politik und Partei seit: 1999
  • Bisher höchste politische Funktion: Landrat

Ich will Bundestagsabgeordneter werden, weil …

Marlon Bröhr: „… ich mich gerne politisch für meine Heimat engagiere. 14 Jahre habe ich dies bereits als Bürgermeister und Landrat getan. Diese Erfahrung möchte ich gerne im Deutschen Bundestag nutzen.“

In Berlin will ich mich für diese drei lokalen Themen besonders einsetzen:

Marlon Bröhr: „Die Entwicklung unserer ländlichen Heimat steht bei mir im Vordergrund. Dazu gehören vor allem eine gute Bildungsinfrastruktur, eine starke Wirtschaft und eine erstklassig ausgebaute digitale Anbindung.“

Die Hunsrück Klinik fordert eine weitergehende finanzielle Unterstützung ihrer Geburtsstation durch die öffentliche Hand. Ist das gerechtfertigt?

Marlon Bröhr: „Durch das bestehende DRG-System sind kleine Geburtsstationen nicht in der Lage, kostendeckend zu arbeiten. Die Konsequenz: Es haben in den letzten Jahren fast 20 Geburtsstationen in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern schließen müssen. Damit dies nicht auch in Simmern passiert, benötigt das Krankenhaus finanzielle Unterstützung.“


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Der Flughafen Hahn soll nach der Insolvenz des chinesischen Mutterkonzerns HNA Group an einen neuen Investor gehen. Wie sehen Sie die Zukunft des Airports?

Marlon Bröhr: „Davon ist mir nichts bekannt.“

Viele im Hunsrück beklagen die hohe Zahl an Windrädern, jetzt boomen hier die Freiflächen-Photovoltaikanlagen. Wann hat die Region genug für den Wandel zu erneuerbaren Energien getan?

Marlon Bröhr: „Ob Freiflächen-Fotovoltaikanlagen gebaut werden können oder nicht, entscheiden die Verbandsgemeinderäte durch die Aufstellung ihrer Flächennutzungspläne. D.h., es gilt die kommunale Selbstverwaltung. Meine persönliche Meinung ist, dass dies äußerst restriktiv gehandhabt werden sollte und bestenfalls auf Flächen, die für die Landwirtschaft völlig ungeeignet sind und etwas versteckt liegen.“

Klimaschutz bedeutet Einschränkung des Individualverkehrs. Gleichzeitig fahren leere Busse durch den Rhein-Hunsrück-Kreis. Wie kann die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden?

Marlon Bröhr: „Wir haben das ÖPNV-Angebot in den letzten Jahren erheblich verbessert. Trotzdem sehen wir, dass dieses Angebot sehr selten genutzt wird. Meiner Meinung nach bleibt der Individualverkehr im ländlichen Raum auf Dauer unverzichtbar.“

Die vierte Corona-Welle wird vor allem Kinder und Ungeimpfte treffen. Welche Strategie würden Sie zur Eindämmung der Pandemie in Bezug auf beide Gruppen verfolgen?

Marlon Bröhr: „Die Stiko hat gerade ihre Empfehlung angepasst. Nach dieser neuesten Empfehlung sollten sich auch 12- bis 17-Jährige impfen lassen. Aber grundsätzlich gilt natürlich, wir leben in einem freien Land. Jeder muss selbst eine Entscheidung treffen. Die Kinder haben zumindest das Glück, dass sie sich zwar infizieren können, aber nahezu nie erkranken. Für mich steht aber fest, dass es unter keinen Umständen einen weiteren Lockdown geben darf.“

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